Johann IV., Herzog von Bayern
* 04.10.1437 (München) – † 18.11.1463 (Harthausen) Andechs /Kloster
Kinder
Seine Regierungszeit war durch eine enge Kooperation mit seinem Bruder Sigismund gekennzeichnet. Gemeinsam bemühten sie sich um die Wahrung der territorialen Integrität Bayern-Münchens gegenüber den Ansprüchen der verwandten Landshuter Linie. Johann IV. galt als besonnener Regent, der sich weniger durch kriegerische Ambitionen als vielmehr durch eine solide Verwaltung und die Förderung der Rechtssicherheit auszeichnete. Unter seiner Ägide wurde die herzogliche Kanzlei gestärkt, was die Effizienz der Landesverwaltung nachhaltig steigerte.
Ein bleibendes Zeugnis seiner Herrschaft und seines christlichen Selbstverständnisses ist die Grundsteinlegung der Münchner Frauenkirche. Gemeinsam mit seinem Bruder initiierte er den Neubau dieses monumentalen Backsteinbaus, der bis heute das Stadtbild Münchens prägt und als Grablege der Wittelsbacher von zentraler dynastischer Bedeutung ist.
Obwohl seine Regierungszeit durch seinen frühen Tod jäh unterbrochen wurde, legte Johann IV. wichtige Grundlagen für die spätere Vereinigung der bayerischen Teilherzogtümer. Sein Wirken im Schatten der großen Bauprojekte und der administrativen Neuordnung festigte die Stellung der Münchener Linie als verlässliche Kraft im Gefüge des Heiligen Römischen Reiches.
Johann IV. Regiert gemeinschaftlich mit seinem Bruder Sigmund vom 29. Febr. 1460 bis zu seinem Tode (18. Nov. 1463).
Beinamen: Monacensis, Verax, Niger, d. h. der Münchener, der Wahrhaftige, der Schwarze;
geb. in München am 4. Okt. 1437;
gest. in Haidhausen bei München am 18. Nov?) 1463;
begr. in der Klosterkirche zu Andechs bei seinem Vater.