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Adolf, Herzog von Bayern-München

Haus: Wittelsbach Linie: Bayern-München

* 07.01.1434 (München) – † 24.10.1441 (München)

Adolf

Kinder

Keine Kinder erfasst
Herzog Adolf von Bayern-München nimmt als ältester Sohn von Wilhelm III. und Margarete von Kleve eine eher stille, aber dennoch bedeutende Rolle in der weitverzweigten Geschichte des Hauses Wittelsbach ein. In einer Ära, die von politischer Neuordnung und dynastischen Machtkämpfen geprägt war, stand er bereits früh im Schatten seiner mächtigen Verwandten. Da sein Vater und sein Onkel Ernst die Regierungsgeschäfte fest in Händen hielten, blieb der junge Herzog zeitlebens unter der Obhut seiner Vormundschaften – erst unter Herzog Ernst und später unter seinem Cousin Albrecht III.

Obwohl ihm aufgrund seines frühen Todes eine aktive Regierungszeit verwehrt blieb, war er eine zentrale Figur in der dynastischen Nachfolgeplanung des Teilherzogtums Bayern-München. Seine bloße Existenz sicherte zunächst den Fortbestand der Linie seines Vaters, während sein Ableben weitreichende Konsequenzen für die territoriale Struktur Bayerns nach sich zog. Die Verteilung seines Erbes entfachte einen langwierigen Konflikt zwischen Albrecht III. und dem Landshuter Herzog Heinrich XVI., was die fragile politische Balance zwischen den verschiedenen bayerischen Herzogtümern jener Zeit verdeutlicht.

Heute erinnert vor allem seine Grablege in der Münchner Frauenkirche an den jungen Regenten. In der Stadtgeschichte Münchens bleibt er als ein Symbol für die Unwägbarkeiten dynastischer Herrschaft und als Teil der Wittelsbacher-Tradition präsent, die das Gesicht der Stadt über Jahrhunderte prägte. Seine Biografie zeigt eindrucksvoll, wie selbst ein kurzes Leben die politische Landkarte Bayerns und das Verhältnis der Teilherzogtümer zueinander nachhaltig beeinflussen konnte.
Quelle
https://de.wikipedia.org/wiki/Adolf_(Bayern)