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Isabella Maria Elisabeth, Prinzessin von Bayern

Haus: Wittelsbach Linie: von Bayern

* 31.08.1863 (München (Schloss Nymphenburg)) – † 26.02.1924 (Rom) · Superga

Ehen:
1. 14.04.1883 in München (Schoss Nymphenburg) · mit Thomas
Isabella Maria Elisabeth

Kinder

Keine Kinder erfasst
Prinzessin Isabella von Bayern war eine schillernde Figur an der Schnittstelle zwischen bayerischer Tradition und dem Glanz der savoyischen Dynastie. Als Tochter von Prinz Adalbert von Bayern und der Infantin Amalia del Pilar von Spanien vereinte sie in sich das Erbe zweier bedeutender europäischer Königshäuser. Ihr Lebensweg führte sie durch ihre Heirat mit Prinz Thomas von Savoyen, dem Herzog von Genua, nach Italien, womit sie eine wichtige Brücke zwischen den Wittelsbachern und dem italienischen Königshaus schlug.

In ihrer neuen Heimat in Turin und Rom wurde Isabella für ihre Eleganz und ihr diplomatisches Gespür geschätzt. Sie verstand es meisterhaft, die Interessen ihrer bayerischen Herkunftsfamilie mit ihren Pflichten als italienische Herzogin in Einklang zu bringen. Besonders in den politisch unruhigen Zeiten der Jahrhundertwende fungierte sie oft als diskrete Vermittlerin und hielt die familiären Bande über die Alpen hinweg lebendig.

Innerhalb der weitverzweigten Wittelsbacher Familie blieb Isabella zeitlebens eine wichtige Bezugsperson, die regelmäßig nach München zurückkehrte. In unserem Stammbaum repräsentiert sie die weitreichende internationale Heiratspolitik des bayerischen Hauses im späten 19. Jahrhundert und steht für eine Generation von Prinzessinnen, die durch ihre Verbindungen das europäische Adelsnetzwerk stabilisierten. Ihr Wirken erinnert daran, wie eng die stadtgeschichtlichen Biografien Münchens mit der großen europäischen Politik verwoben waren.