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Heinrich XIV., Herzog von Niederbayern

Haus: Wittelsbach Linie: Niederbayern

* 29.09.1305 – † 01.09.1339 (Landshut)

Ehen:
1. — · mit Margarete von Böhmen
Heinrich XIV.
Herrscher 1310–1339
1310 - 1339 Herzog von Niederbayern
Eltern

Kinder

Heinrich XIV. gehörte dem Hause Wittelsbach an und trug als Herzog von Niederbayern über viele Jahre Verantwortung für große Teile des Herzogtums. Nach dem Tod seines Vaters wurde er gemeinsam mit seinem Bruder Otto IV. und seinem Vetter Heinrich XV. zunächst unter der Vormundschaft Ludwigs des Bayern in die Regierung eingeführt. In dieser Zeit war Niederbayern politisch stark von äußeren Einflüssen geprägt, vor allem von den Auseinandersetzungen zwischen den Wittelsbachern und anderen Fürstenhäusern wie den Habsburgern. 

In den 1320er Jahren kam es zu wiederholten Streitigkeiten um die gemeinsame Herrschaft, die zeitweise zu einer Teilung des Landes führten. Heinrich XIV. erhielt dabei Landshut, Straubing und weitere Gebiete und etablierte sich in dieser Region als eigenständiger Machtträger. Seine Lage innerhalb der dynastischen Politik war mitunter konfliktreich, was sich sowohl in innerfamiliären Auseinandersetzungen als auch in wechselnden Bündnissen mit anderen Herrschern zeigte. 

Heinrichs politische Verknüpfungen reichten über Niederbayern hinaus. Durch seine Ehe mit Margarete von Böhmen, einer Tochter des Königs von Böhmen, war er mit einer der bedeutendsten Herrscherfamilien Europas verbunden, was ihn in die überregionalen Netzwerke der Reichspolitik einband. Trotz dieser Verbindung blieb seine Herrschaft stark von regionalen Machtfragen geprägt und wiederholten Verhandlungen über gemeinsame Regierungsformen mit seinen Vettern begleitet. 

Schließlich vereinte er nach dem Tod seiner Mitregenten die Herrschaft in Niederbayern, bevor das Herzogtum durch nachfolgende politisch-dynastische Entwicklungen wieder Teil größerer territorialer Verbünde wurde. Heinrichs Regierungszeit zeigt die Komplexität wittelsbachischer Politik im frühen 14. Jahrhundert, in der familiäre Bindungen, territoriale Teilungen und überregionale Allianzen eng miteinander verknüpft waren.