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Amalie von Pfalz-Zweibrücken-Birkenfeld-Bischweiler, Königin von Sachsen

Haus: Wittelsbach Linie: Pfalz-Zweibrücken-Birkenfeld-Bischweiler

* 10.05.1752 (Mannheim) – † 15.11.1828 (Dresden) · Katholischen Hofkirche

Amalie von Pfalz-Zweibrücken-Birkenfeld-Bischweiler

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Keine Kinder erfasst
Amalie von Pfalz-Zweibrücken-Birkenfeld-Bischweiler nimmt als erste Königin von Sachsen eine besondere Stellung in der europäischen Dynastiegeschichte ein. Als Tochter von Friedrich Michael von Pfalz-Zweibrücken und Maria Franziska von Pfalz-Sulzbach entstammte sie einer einflussreichen Wittelsbacher Linie, die eng mit den Geschicken Münchens und der Pfalz verbunden war. Ihre Biografie ist ein Paradebeispiel für die hochadeligen Heiratsverbindungen des 18. Jahrhunderts, die Bayern mit den bedeutendsten Höfen Mitteleuropas verknüpften.

Durch ihre Vermählung mit Kurfürst Friedrich August III. von Sachsen, der später als Friedrich August I. zum ersten sächsischen König aufstieg, wurde sie zur zentralen weiblichen Figur am Dresdner Hof. In einer Zeit massiver politischer Umbrüche – von den Koalitionskriegen bis zum Wiener Kongress – agierte sie mit großer Würde und Klugheit an der Seite ihres Gemahls. Ihre Frömmigkeit und ihr karitatives Engagement machten sie beim Volk äußerst beliebt und festigten das Ansehen des Hauses Wittelsbach in den sächsischen Landen.

Trotz ihrer Rolle in Sachsen blieb die Verbindung zu ihrer bayerischen Heimat stets lebendig. Ihr Bruder Maximilian I. Joseph wurde der erste König von Bayern, was die Allianz zwischen München und Dresden auf familiärer Ebene zementierte. Diese Geschwisterbeziehung war politisch von hoher Relevanz, da beide Staaten in der Ära Napoleons ähnliche Wege der Modernisierung einschlugen.

In der Stadtgeschichte Münchens wird Amalie als die Wittelsbacherin erinnert, die den bayerischen Glanz nach Sachsen trug und dort in einer Ära des Umbruchs für Stabilität und Kontinuität sorgte. Ihr Wirken unterstreicht die Bedeutung der Wittelsbacher Frauen für die europäische Diplomatie und die kulturelle Vernetzung der deutschen Teilstaaten. Als Stammmutter der späteren sächsischen Könige bleibt ihr Erbe bis heute in der engen Verbindung zwischen Bayern und Sachsen spürbar.