Herrscher 1339–1340
Eltern
Keine Eltern erfasst
Kinder
Keine Kinder erfasst
Herzog Johann I. von Niederbayern, oft auch als Johann das Kind bezeichnet, war eine tragische und zugleich politisch hochrelevante Figur im bayerischen Mittelalter. Als Sohn von Herzog Heinrich XIV. und Margarete von Böhmen trat er seine Herrschaft unter denkbar schwierigen Bedingungen an, da er beim Tod seines Vaters erst zehn Jahre alt war. Seine kurze Regierungszeit von 1339 bis 1340 steht beispielhaft für die dynastischen Spannungen zwischen den Linien der Wittelsbacher.
Obwohl er formal die Nachfolge in Niederbayern antrat, stand er unter dem massiven Einfluss seines Schwiegervaters, des Kaisers Ludwig der Bayer. Dieser hatte Johann bereits im Kindesalter mit seiner Tochter Anna verheiratet, um seinen Zugriff auf das strategisch und wirtschaftlich wichtige Niederbayern zu sichern. Diese Verbindung sollte die langjährigen Konflikte innerhalb der Familie beilegen, führte jedoch dazu, dass der junge Johann kaum eigenen politischen Spielraum besaß.
In der Stadtgeschichte Münchens und Bayerns ist sein früher Tod im Alter von nur elf Jahren ein entscheidender Wendepunkt. Da er keine Erben hinterließ, erlosch mit ihm die Linie der niederbayerischen Herzöge. Dies bot Kaiser Ludwig dem Bayern die historische Chance, das seit Jahrzehnten geteilte Herzogtum Bayern wieder in einer Hand zu vereinigen. München wurde damit zum unangefochtenen Zentrum eines nun deutlich vergrößerten und machtvolleren Territoriums.
Sein Grabmal befindet sich im Kloster Seligenthal in Landshut, der traditionellen Grablege der niederbayerischen Wittelsbacher. Johann I. bleibt als der letzte Repräsentant einer eigenständigen niederbayerischen Herrschaft in Erinnerung, dessen Schicksal den Weg für den Aufstieg Münchens zur Hauptstadt eines geeinten Bayerns ebnete.
Obwohl er formal die Nachfolge in Niederbayern antrat, stand er unter dem massiven Einfluss seines Schwiegervaters, des Kaisers Ludwig der Bayer. Dieser hatte Johann bereits im Kindesalter mit seiner Tochter Anna verheiratet, um seinen Zugriff auf das strategisch und wirtschaftlich wichtige Niederbayern zu sichern. Diese Verbindung sollte die langjährigen Konflikte innerhalb der Familie beilegen, führte jedoch dazu, dass der junge Johann kaum eigenen politischen Spielraum besaß.
In der Stadtgeschichte Münchens und Bayerns ist sein früher Tod im Alter von nur elf Jahren ein entscheidender Wendepunkt. Da er keine Erben hinterließ, erlosch mit ihm die Linie der niederbayerischen Herzöge. Dies bot Kaiser Ludwig dem Bayern die historische Chance, das seit Jahrzehnten geteilte Herzogtum Bayern wieder in einer Hand zu vereinigen. München wurde damit zum unangefochtenen Zentrum eines nun deutlich vergrößerten und machtvolleren Territoriums.
Sein Grabmal befindet sich im Kloster Seligenthal in Landshut, der traditionellen Grablege der niederbayerischen Wittelsbacher. Johann I. bleibt als der letzte Repräsentant einer eigenständigen niederbayerischen Herrschaft in Erinnerung, dessen Schicksal den Weg für den Aufstieg Münchens zur Hauptstadt eines geeinten Bayerns ebnete.