Kinder
Keine Kinder erfasst
Der von Ihnen genannte Link bezieht sich auf König Otto I. von Bayern, den jüngeren Bruder von Ludwig II. Sein Leben ist eines der tragischsten Kapitel der bayerischen Geschichte, da er fast seine gesamte 27-jährige Regierungszeit als „Phantomkönig“ unter Regentschaft verbrachte.
Als zweiter Sohn von König Maximilian II. und Königin Marie wuchs Otto in der strengen Umgebung der bayerischen Schlösser auf. Er galt in seiner Jugend als lebensfroh und militärisch begabt. Im Deutsch-Französischen Krieg 1870/71 diente er als Offizier und musste als Vertreter Bayerns bei der Kaiserproklamation in Versailles am 18. Januar 1871 teilnehmen – ein Erlebnis, das den bayerischen Patrioten tief verstörte und als einer der Auslöser für seinen psychischen Zusammenbruch gilt.
Bereits in den 1870er Jahren zeigten sich bei Otto schwere Anzeichen einer Geisteskrankheit, die heute meist als Schizophrenie gedeutet wird. Ab 1872 wurde er unter medizinische Aufsicht gestellt und schließlich im Schloss Fürstenried bei München interniert. Dort lebte er völlig isoliert von der Öffentlichkeit, betreut von Ärzten und Wärtern, während sich sein Zustand zusehends verschlechterte.
Als sein Bruder Ludwig II. im Jahr 1886 unter mysteriösen Umständen im Starnberger See ums Leben kam, wurde Otto offiziell zum König von Bayern proklamiert. Da er jedoch regierungsunfähig war, übernahm sein Onkel Luitpold als Prinzregent die Amtsgeschäfte. Otto selbst blieb in Fürstenried und bekam von seiner eigenen Königswürde vermutlich kaum etwas mit. Er wurde zum Symbol einer Monarchie, die nur noch auf dem Papier existierte, während Luitpold das Land mit großer Popularität faktisch regierte.
Nach dem Tod Luitpolds im Jahr 1912 übernahm dessen Sohn Ludwig die Regentschaft. Da eine Besserung von Ottos Zustand ausgeschlossen war, wurde 1913 die bayerische Verfassung geändert. Dies ermöglichte es, Ludwig zum König (Ludwig III.) auszurufen, während Otto seinen Königstitel ehrenhalber bis zu seinem Tod behalten durfte. Bayern hatte somit für drei Jahre zwei Könige gleichzeitig.
Otto I. verstarb 1916 im Schloss Fürstenried an den Folgen eines Darmverschlusses. Er wurde in der Gruft der Michaelskirche in München beigesetzt, direkt neben seinem Bruder Ludwig II. Sein Schicksal markiert das traurige Ende der direkten Linie Maximilians II. und den Übergang der Macht an die Linie des Prinzregenten Luitpold in den letzten Jahren des Königreichs.
Als zweiter Sohn von König Maximilian II. und Königin Marie wuchs Otto in der strengen Umgebung der bayerischen Schlösser auf. Er galt in seiner Jugend als lebensfroh und militärisch begabt. Im Deutsch-Französischen Krieg 1870/71 diente er als Offizier und musste als Vertreter Bayerns bei der Kaiserproklamation in Versailles am 18. Januar 1871 teilnehmen – ein Erlebnis, das den bayerischen Patrioten tief verstörte und als einer der Auslöser für seinen psychischen Zusammenbruch gilt.
Bereits in den 1870er Jahren zeigten sich bei Otto schwere Anzeichen einer Geisteskrankheit, die heute meist als Schizophrenie gedeutet wird. Ab 1872 wurde er unter medizinische Aufsicht gestellt und schließlich im Schloss Fürstenried bei München interniert. Dort lebte er völlig isoliert von der Öffentlichkeit, betreut von Ärzten und Wärtern, während sich sein Zustand zusehends verschlechterte.
Als sein Bruder Ludwig II. im Jahr 1886 unter mysteriösen Umständen im Starnberger See ums Leben kam, wurde Otto offiziell zum König von Bayern proklamiert. Da er jedoch regierungsunfähig war, übernahm sein Onkel Luitpold als Prinzregent die Amtsgeschäfte. Otto selbst blieb in Fürstenried und bekam von seiner eigenen Königswürde vermutlich kaum etwas mit. Er wurde zum Symbol einer Monarchie, die nur noch auf dem Papier existierte, während Luitpold das Land mit großer Popularität faktisch regierte.
Nach dem Tod Luitpolds im Jahr 1912 übernahm dessen Sohn Ludwig die Regentschaft. Da eine Besserung von Ottos Zustand ausgeschlossen war, wurde 1913 die bayerische Verfassung geändert. Dies ermöglichte es, Ludwig zum König (Ludwig III.) auszurufen, während Otto seinen Königstitel ehrenhalber bis zu seinem Tod behalten durfte. Bayern hatte somit für drei Jahre zwei Könige gleichzeitig.
Otto I. verstarb 1916 im Schloss Fürstenried an den Folgen eines Darmverschlusses. Er wurde in der Gruft der Michaelskirche in München beigesetzt, direkt neben seinem Bruder Ludwig II. Sein Schicksal markiert das traurige Ende der direkten Linie Maximilians II. und den Übergang der Macht an die Linie des Prinzregenten Luitpold in den letzten Jahren des Königreichs.