Georg IV. Ludwig Landgraf

Georg IV. Ludwig, Landgraf

Haus: Leuchtenberg

* 27.07.1563 – † 20.03.1613 (Wien) Pfreimd /Franziskanerkloster

Georg IV. Ludwig
Eltern
Keine Eltern erfasst

Kinder

Georg IV. Ludwig von Leuchtenberg war ein bedeutender Reichsfürst und Offizier des 16. Jahrhunderts, dessen Wirken eng mit dem bayerischen Herzogshaus und der kaiserlichen Politik verknüpft war. Als Landgraf von Leuchtenberg stand er einer strategisch wichtigen Region vor, die als Bindeglied zwischen Bayern und Böhmen fungierte.

Durch seine Ehe mit Maria von Baden festigte er die Stellung der Leuchtenberger im süddeutschen Hochadel. Sein politisches Gewicht steigerte sich erheblich, als er nach dem Tod seines Vaters die Regierungsgeschäfte übernahm. Georg IV. Ludwig zeichnete sich durch eine unerschütterliche Loyalität gegenüber dem Haus Wittelsbach aus; er fungierte als enger Berater der bayerischen Herzöge Albrecht V. und Wilhelm V. und bekleidete das prestigeträchtige Amt des bayerischen Hofmarschalls.

Zudem war er in kaiserlichen Diensten tätig und nahm als Gesandter an wichtigen diplomatischen Missionen teil, unter anderem bei Friedensverhandlungen und Reichstagen. Unter seiner Herrschaft erlebte die Landgrafschaft eine Phase der administrativen Konsolidierung, wobei er die religiöse Ausrichtung seines Territoriums im Sinne der Gegenreformation festigte. Da seine Ehe ohne männliche Nachkommen blieb, markiert seine Regierungszeit den Übergang der Landgrafschaft in eine Phase dynastischer Ungewissheit, die schließlich zum Heimfall an das Kurfürstentum Bayern führen sollte. Sein Leben steht exemplarisch für den Dienstadel des Reiches, der durch militärisches Geschick und dynastische Treue den Fortbestand kleinerer Herrschaftshäuser sicherte.