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Sagen & Geschichten

Blatt 48

Blatt 48. „Nr. 1 ist der Isarstadtthurm mit Wohnungen für Besoldete von der Stadt. Nr. 2 gehört der Stadt und wird vom Stadtzöllner bewohnt. Diese beiden Häuser gehören ins Angerviertel. — Nr. 18 gehört der Stadt, und es befindet sich die Werkstätte eines Messerschmieds und Schlossermeisters darin. Nr. 23 gehört ebenfalls der Stadt und wird vom Stadtwagner bewohnt. Diese beiden Häuser gehören in das Graggenauer-Viertel. —— Unten ist der Schanzwagen angebracht, worauf die Bräuer das Märzenbier in die Märzenkeller auf den Gasteig führen, woselbst es in ledernen Schläuchen in den Keller gelassen wird.“

Was die Bezeichnung Gasteig anlangt, so wird sie gewöhnlich von „Gehen“, „Gangsteig“ abgeleitet. Indes hat eine dem Verfasser von seinem hochverehrten Freunde, dem Maler Herrn Karl Spitzweg, jüngst mitgetheilte Ableitung des Wortes von „gach“, „gah“, d. h. jäh, unleugbar größere Wahrscheinlichkeit für sich, denn der Gasteig war wenigstens in alter Zeit ein jäh abfallender Steig.