Bayerns Herrscher

Ludwig V.

Name Ludwig V.
Regierungsereich

Ludwig V., genannt „der Brandenburger“ (*1315; †18. September 1361 in Zorneding), war ein Mitglied des Hauses Wittelsbach und Herzog von Oberbayern sowie Markgraf von Brandenburg. Er war der älteste Sohn Kaiser Ludwigs IV. des Bayern und übernahm nach dem Tod seines Vaters 1347 gemeinsam mit seinen Brüdern zunächst die Herrschaft über das wittelsbachische Gesamterbe. Die Erbteilung von 1349 brachte ihm die Mark Brandenburg, während er mit seinem Bruder Ludwig VI. später auch in Oberbayern regierte.

Ludwig V. war mit Margarete von Tirol verheiratet, was ihn in einen langen Erbfolgestreit um Tirol verwickelte. Nach dem Tod ihres Vaters Meinhard II. beanspruchte das Haus Habsburg Tirol, doch Ludwig setzte sich militärisch durch und regierte das Gebiet ab 1342. Damit gewann das Haus Wittelsbach kurzfristig erheblichen Einfluss im Alpenraum, doch Tirol ging nach Ludwigs Tod wieder an die Habsburger verloren.

Seine Regierungszeit war geprägt von politischen Spannungen, dynastischen Konflikten und wechselnden Allianzen im Reich. Im Inneren bemühte sich Ludwig um die Stabilisierung seiner Territorien, förderte Städte und handelte klug mit regionalen Fürsten. Dennoch wurde seine Herrschaft durch Rivalitäten mit Brüdern und Vettern geschwächt. Ludwig V. starb 1361 kinderlos und wurde in Fürstenfeld beigesetzt. Sein politisches Erbe blieb zwiespältig, markierte jedoch eine wichtige Phase wittelsbachischer Territorialpolitik.

Denkmäler

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Herzog Ludwig V. der Brandenburger (1347-1361)