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Name | Ludwig V. |
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Regierungsereich | |
Titel | Herzog |
Otto V. von Bayern (*um 1346; †15. November 1379 auf Burg Wolfstein bei Landshut), genannt „der Faule“, war von 1347 bis 1351 nominell Herzog von Bayern und von 1347 bis zu seinem Tod Markgraf von Brandenburg. Er stammte aus dem Haus Wittelsbach und war der jüngste Sohn Kaiser Ludwigs IV. („der Bayer“).
Nach dem Tod seines Vaters 1347 erbte Otto V. gemeinsam mit seinen Brüdern das Herzogtum Bayern. Schon 1349 kam es jedoch zur Teilung: Otto erhielt dabei hauptsächlich die Mark Brandenburg, die sein Vater zuvor erworben hatte. Seine Herrschaft in Brandenburg verlief problematisch. Aufgrund finanzieller Schwierigkeiten, innenpolitischer Konflikte und mangelnden Engagements in der Verwaltung erhielt Otto seinen unrühmlichen Beinamen „der Faule“. Bereits 1351 übergab er seine bayerischen Rechte vollständig an seine Brüder und widmete sich ganz Brandenburg, ohne jedoch den Zerfall seiner Macht dort aufhalten zu können.
1364 übertrug er schließlich die Regierung Brandenburgs an seinen Bruder Ludwig den Römer und zog sich nach Bayern zurück, wo er bis zu seinem Tod auf Burg Wolfstein lebte.
Otto V. starb kinderlos und hinterließ politisch kaum bleibende Spuren. Er gilt historisch als eher schwacher Regent, dessen mangelnde Tatkraft und politisches Ungeschick zum Verlust Brandenburgs und letztlich zur weiteren Zersplitterung des wittelsbachischen Besitzes beitrugen.