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Name | Siebert Ludwig |
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Regierungsereich | |
Titel | Ministerpräsident |
Ludwig Siebert (*17. Oktober 1874 in Ludwigshafen; †1. November 1942 in Stock am Chiemsee) war ein deutscher Jurist und nationalsozialistischer Politiker. Von 1933 bis zu seinem Tod amtierte er als bayerischer Ministerpräsident und galt als enger Vertrauter Adolf Hitlers.
Nach einer juristischen Laufbahn in verschiedenen bayerischen Städten begann Siebert bereits in den 1920er-Jahren, nationalsozialistische Politik aktiv zu unterstützen. 1931 trat er der NSDAP bei. Nach der Machtergreifung Hitlers 1933 wurde Siebert von den Nationalsozialisten zum Ministerpräsidenten Bayerns ernannt und blieb dies bis zu seinem Tod. In diesem Amt setzte er die politischen Richtlinien des NS-Regimes bedingungslos um, beseitigte die demokratischen Strukturen in Bayern und trug maßgeblich zur Gleichschaltung Bayerns bei.
Siebert verfolgte eine Politik der vollständigen Unterordnung Bayerns unter das nationalsozialistische Reich. Unter seiner Verantwortung wurde die Verfolgung politischer Gegner intensiviert, jüdische Bürger entrechtet und verfolgt sowie demokratische Institutionen aufgelöst. Zugleich förderte er infrastrukturelle und wirtschaftliche Projekte, um das NS-Regime zu stärken und propagandistisch zu unterstützen.
Er starb 1942, noch während des Zweiten Weltkriegs, als überzeugter Anhänger des Regimes. Siebert gilt als eine Schlüsselfigur in der nationalsozialistischen Durchdringung Bayerns und trägt Mitverantwortung für die Umsetzung zahlreicher Verbrechen des NS-Staates im Land.