Bayerns Herrscher

Maximilian I. Kurfürst von Bayern

Name Maximilian I. Kurfürst von Bayern
Regierungsereich
Titel Kurfürst

Kurfürst Maximilian I. von Bayern (*17. April 1573 in München; †27. September 1651 in Ingolstadt) war einer der einflussreichsten Herrscher der bayerischen Geschichte und regierte von 1597 bis zu seinem Tod. Als entschlossener Vertreter der Gegenreformation prägte er maßgeblich die konfessionelle Ausrichtung Süddeutschlands. Er reformierte Verwaltung und Finanzen, stärkte die Zentralgewalt und machte Bayern zu einem straff organisierten und wirtschaftlich gefestigten Territorialstaat.

Maximilian war ein Förderer von Kunst und Wissenschaft und gründete 1617 die Bayerische Akademie der Wissenschaften. Besonders bedeutsam war seine Rolle im Dreißigjährigen Krieg (1618–1648). Als Führer der Katholischen Liga kämpfte er gegen protestantische Mächte und unterstützte das Haus Habsburg. 1623 wurde er als Belohnung für seine Treue zum Kaiser mit der Kurwürde und der Oberpfalz belehnt, was die Stellung Bayerns im Reich erheblich stärkte.

Seine Politik war jedoch nicht unumstritten: Der Krieg brachte Bayern schwere Verwüstungen und Bevölkerungsverluste. Auch unter seiner Herrschaft kam es zu Maßnahmen gegen religiöse Minderheiten, darunter die Vertreibung von Protestanten und die Fortführung der jüdischen Ausgrenzung.

Maximilian starb 1651 in Ingolstadt und wurde in der Theatinerkirche in München beigesetzt. Er hinterließ ein gefestigtes, katholisch geprägtes Bayern und gilt als prägende Figur der frühneuzeitlichen Reichsgeschichte.

Denkmäler

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Reiterdenkmal für Kurfürst Maximilian I.

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Rhaetenhaus - Kurfürst Maximilian I.

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Wittelsbacher-Zyklus - Bild 11

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Kurfürst Maximilian I. (1598-1651)