Veranstaltungen - Geschichte - Kunst & Denkmal
Name | Ernst von Bayern-München |
---|---|
Regierungsereich | Bayern-München |
Titel | Herzog |
Ernst von Bayern (*1373 in München; †2. Juli 1438 ebenda) war ein Herzog von Bayern-München aus dem Hause Wittelsbach. Er regierte zunächst gemeinsam mit seinem Bruder Wilhelm III., übernahm jedoch nach dessen Tod 1435 die alleinige Herrschaft. Ernst war der Sohn von Johann II. und Katharina von Görz und galt als energischer und durchsetzungsstarker Landesfürst, der die Macht der Wittelsbacher weiter festigte.
Seine Regierungszeit war geprägt von innerdynastischen Konflikten, aber auch von Bemühungen um Ordnung und Stabilität im Land. Besonders bekannt ist Ernst durch seine strikte Haltung gegenüber seinem Sohn Albrecht III., der entgegen dem Willen des Vaters die bürgerliche Agnes Bernauer heiratete. Ernst ließ sie 1435 unter dem Vorwurf der Hexerei in der Donau ertränken – ein Akt, der sowohl politische Gründe hatte als auch tiefe persönliche Tragik mit sich brachte.
Ernst förderte die Städte und den wirtschaftlichen Ausbau seines Herzogtums, insbesondere München, das er zur zentralen Residenzstadt machte. Auch die geistliche Kultur und die Klöster erfuhren seine Unterstützung. Zugleich war seine Herrschaft von wachsender Intoleranz geprägt: 1415 ließ er die Juden aus München vertreiben – ein Vorgriff auf ähnliche Maßnahmen seines Sohnes.