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Name | Otto I. Herzog von Bayern |
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Regierungsereich | Herzogtum Bayern |
Titel | Herzog |
Otto I. von Bayern (1117–1183), auch Otto der Erlauchte genannt, war der erste Wittelsbacher, der als Herzog von Bayern regierte. Er entstammte dem einflussreichen Geschlecht der Wittelsbacher, sein Vater war Pfalzgraf Otto V. von Scheyern. 1180 wurde er von Kaiser Friedrich I. Barbarossa mit dem Herzogtum Bayern belehnt, nachdem Heinrich der Löwe aus dem Haus der Welfen abgesetzt worden war. Damit begann die jahrhundertelange Herrschaft der Wittelsbacher in Bayern, die bis ins 20. Jahrhundert andauerte.
Otto I. regierte zwar nur drei Jahre bis zu seinem Tod im Jahr 1183, doch legte er den Grundstein für die spätere Machtstellung seiner Dynastie. Während seiner kurzen Regentschaft bemühte er sich um die Festigung seiner Herrschaft im von den Welfen dominierten Bayern. Sein Herrschaftssitz befand sich zunächst in Wittelsbach, später verlagerte sich der Schwerpunkt nach München und Landshut.
Er war mit Agnes von Loon verheiratet, mit der er mehrere Kinder hatte, darunter Ludwig I., der ihm als Herzog nachfolgte. Otto wurde im Kloster Scheyern beigesetzt, der Grablege seiner Familie. Sein Wirken markiert einen bedeutenden Wendepunkt in der bayerischen Geschichte und den Beginn der wittelsbachischen Herrschaft im Herzogtum.