Geschichte - den 21.7.1804

Auf dem „Franziskaner-Friedhof“ stampfen Soldatenstiefel

München-Kreuzviertel - München-Graggenau * In einem „kurfürstliches Reskript“ an die „Oberbaierische Militär-Inspektion“ heißt es:

„Wir haben gnädigst beschlossen, den bisherigen Parade-Platz dem Vergnügen des Publikums allein zu widmen, und zu diesem Zwecke verschönern zu lassen.
Dagegen bestimmen Wir den Platz des ehemaligen Franziskaner-Klosters zur Zeit als Parade-Platz, und eröffnen solches Unserer oberbaierischen Militär-Inspektion zu Anweisung der hiesigen Kommandantschaft“
.

Das „Franziskanerkloster“ ist inzwischen abgerissen und der dazugehörige „Friedhof“ eingeebnet worden.
Der dadurch entstandene große Raum erhält bald darauf die Bezeichnung „Max-Joseph-Platz“.
Über den Gräbern des „Franziskanerfriedhofs“ stampfen seither Soldatenstiefel, vor allem aus der „Kosttor-Kaserne“ und der „Kreuzkaserne“

Bis zum Frühjahr 1826 dient der heutige „Max-Joseph-Platz“ als „Exerzierplatz“ der „Münchner Garnison“, um sich auf einen potenziellen Einsatz sorgfältig vorbereiten zu können.

Bis in die zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts gibt es keine militäreigenen großen „Truppenübungsplätze“.
Die eigentliche Truppenausbildung muss daher auf den „Kasernenhöfen“ und „Exerzierplätzen“ stattfinden.

© Rudolf Hartbrunner

Suchbegriffe

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Personen

Max I. Joseph König |