Geschichte - Nach dem Freitag den 25.8.1803

München Zeitensprünge
Nach dem Freitag den 25.8.1803

Österreich zieht einen Gewinn aus der baierischen „Säkularisation“

München-Angerviertel - Wien * In der Haupt- und Residenzstadt München gibt es nur ein „ständisches Kloster“: das „Klarissen-Kloster zu Sankt Jakob am Anger“, dessen Äbtissin ist Mitglied der „Landschaft“ ist.

Es ist eines der siebzig „Landsässigen Klöster“ in Altbaiern, das durch den verfassungsrechtlichen Schutz erst im Jahr 1803 aufgehoben werden kann.

Auch Österreich zieht - damals noch als baierischer Verbündeter - einen erheblichen Gewinn aus der Aufhebung der baierischen Klöster.
Diese haben ihre „Aktiva“ - aufgrund der in Baiern nicht vorhandenen Bankhäuser - bei der „Wiener Bank“ angelegt.
Nach der Klosteraufhebung kassiert Österreich diese Guthaben ein und beschlagnahmt deren Grundherrschaften, vor allem Weingüter in Südtirol und in anderen habsburgischen Gebieten.

Baiern muss dagegen die Schulden der Klöster übernehmen.

© Rudolf Hartbrunner

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