4.1928 – Talmudprozess

Der Talmudprozess in München richtete sich gegen Hermann Esser, der den Talmud antisemitisch verfälscht darstellte. Die Israelitische Kultusgemeinde klagte wegen Beleidigung. Vor Gericht erklärten Experten den tatsächlichen Inhalt des Talmud und widerlegten Essers Behauptungen. Das Gericht verurteilte Esser zu einer Geldstrafe und bestätigte, dass seine Aussagen hetzerisch und unwahr waren. Der Prozess gilt als seltenes Beispiel juristischer Gegenwehr gegen antisemitische Propaganda in der Weimarer Republik.


Esser Hermann