Historisches Adressbuch von München - Amalienstraße
 

Historisches Adressbuch

Walter Klingenbeck - Amalienstraße 44

Walter Klingenbeck
Bildrechte: Severin, ein Passant und <a rel="nofollow" href="https://commons.wikimedia.org/wiki/User:Gangleri">gangleri</a>, <a rel="nofollow" href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Walter_Klingenbeck.jpg">Walter Klingenbeck</a>, <a rel="nofollow" href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/legalcode" rel="license">CC BY-SA 3.0</a>

Walter Klingenbeck stammte aus einer katholischen Familie, die Anfang der 1920er Jahre aus Fechenbach/Main (Unterfranken) nach München gezogen war. Er war überzeugtes Mitglied der katholischen Jungschar St. Ludwig (München), bis sie 1936 durch das NS-Regime verboten und aufgelöst wurde. Diese Tatsache erweckte seine frühe regimekritische Einstellung.

Der Klingenbeck-Kreis traf sich anfangs nur zum Abhören unerlaubter Radiobeiträge. Fasziniert waren die Jungen von dem Sender Gustav Siegfried 1, der Gerüchte verbreitete wie „an der Ostfront sei Fleckentyphus ausgebrochen“ oder „hohe Funktionäre würden sich wilden sexuellen Ausschweifungen hingeben“. Schließlich versuchten sie einen eigenen Schwarzsender aufzubauen. Sie überlegten sich Namen für ihren Sender: „Radio Rotterdam“, um an die Vernichtung der Stadt durch die deutsche Luftwaffe zu erinnern, oder „Sender der Freiheit“ oder „Gustav Siegfried 8“. In ersten kleinen Probeversuchen sendeten sie französische Schlagermusik und oppositionelle Propaganda, um zum Sturz des NS-Regimes aufzufordern, den sie ersehnten..

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Name Walter Klingenbeck
Straße Amalienstraße 44
von/bis 30.3.1924 - 1942
Stadtbezirk 3. Maxvorstadt
Stadtteil Universität

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