Gräber in München
 

Münchner Friedhofsportal

Franz Xaver Ritter von Gietl

geboren 27.08.1803 (Höchstädt a.d. Donau)
gestorben 19.08.1888 (München)
Beruf Königlicher Geheimer Rat, Leibarzt, Universitätsprofessor, Oberarzt
Friedhof Alter Südlicher Friedhof
Straßenbenennung Gietlstraße *1896-1896 [17. Obergiesing-Fasangarten - Obergiesing]
Lage M-re-135/136
Wikipedia Franz_Xaver_von_Gietl
Die Grabstätte ist als Städtisches Ehrengrab eingetragen
Franz Xaver Ritter von Gietl wurde 85 Jahre alt.
Nach Franz Xaver Ritter von Gietl wurde die Straße Gietlstraße benannt.

Gietl studierte Medizin an den Universitäten in Landshut, Würzburg und München. 1827 promovierte er in München mit einer pathologischen Untersuchung über Neuroganglien. Von der Regierung wurde er 1831 zur Beobachtung der Cholera in Böhmen, Mähren und Schlesien ausgesandt. 1834 wurde er zum Leibarzt des damaligen Kronprinzen und späteren Königs von Bayern Maximilian II. ernannt. Neben dieser Stellung wirkte er ab 1838 zusätzlich als Professor an der medizinischen Klinik der Münchener Universität. Von 1842 bis 1851 war er zugleich Direktor des Städtischen Krankenhauses links der Isar. Erst zum Ende des Wintersemesters 1885/86 stellte er wegen eines fortschreitenden Herzleidens seine klinischen Vorträge ein.

Gietl entwickelte eine umfangreiche publizistische Tätigkeit. Seiner Dissertation folgten sechs Berichte über Beobachtungen der Cholera, auf die er später publizistisch zurückkam. 1865 und 1875 veröffentlichte er zum Typhus, 1849, 1857 und 1870 speziell über dessen Behandlung. In einer 1870 erschienenen Abhandlung beschrieb er die Grundzüge seiner Fieberlehre.

Als der Landrat der Pfalz sich im Januar 1844 mehrheitlich gegen eine Berufung der Barmherzigen Schwestern an die „Kreis-Armen- und Irrenanstalt“ in Frankenthal aussprach und die Ordensfrauen verleumderisch der „Proselytenmacherei, der Immoralität (Unmoral) und der Verschwendung“ bezichtigte, handelte der Abgeordnete Bernhard Magel, Stadtpfarrer von Neustadt an der Weinstraße, sofort. Er holte selbstständig ein „Gutachten“ der Direktion des allgemeinen Städtischen Krankenhauses zu München ein, das der Krankenhausdirektor Franz Xaver von Gietl verfasste. Hierin verwahrt sich Gietl vehement gegen die abwegigen Vorwürfe der Landratsmitglieder und zollt den dort schon lange tätigen Schwestern höchstes Lob.

Gietl wurde 1848 in den Adelsstand erhoben. Anlässlich seines 80. Geburtstages ernannte ihn der Magistrat der Stadt München 1883 zum Ehrenbürger. Gietls Sohn war der Landschafts- und Genremaler Josua von Gietl.

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Franz Xaver Ritter von Gietl war ein deutscher Arzt. Leibarzt von König Maximilian II.

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Gietl Franz Xaver Ritter von
Franz Xaver Ritter von Gietl
Bildrechte: Franz Hanfstaengl creator QS:P170,Q647812, Franz Xaver von Gietl - Arzt, als gemeinfrei gekennzeichnet, Details auf Wikimedia Commons