Liselotte Eder
| geboren | 06.10.1922 (Kowall/Schmiede, Kreis Danziger Höhe) |
|---|---|
| gestorben | 07.05.1993 ( Oberaudorf/Obb) |
| Berufsgruppe | Schauspieler (Kunst und Kultur) |
| Beruf | Übersetzerin Schauspielerin |
| Personenverzeichnis | Eder Liselotte |
| Friedhof | Nordfriedhof |
| Lage | UH-S-224 |
| Wikipedia | Liselotte_Eder |
|
Liselotte Eder wurde 71 Jahre alt. |
|
Liselotte Eder war Übersetzerin und Schauspielerin. Nach einem Germanistikstudium in München arbeitete sie zunächst als Übersetzerin englischer und französischer Literatur. Bekannt wurde sie insbesondere durch ihre frühen Übersetzungen von Erzählungen und anderen Werken Truman Capotes. Daneben übersetzte sie unter anderem Schriften von Julien Gracq und Lin Yutang sowie Unterhaltungsliteratur für den Münchner Franz Schneider Verlag.
Eine besondere Rolle spielte ihre Tätigkeit für das Werk ihres Sohnes Rainer Werner Fassbinder. Ab 1966 trat sie in mehr als zwanzig seiner Film- und Fernsehproduktionen in meist kleinen Rollen auf. Besonders hervorzuheben ist ihr Gespräch mit Fassbinder über Terrorismus und Demokratie in Deutschland im Herbst (1978). Von 1972 bis 1979 arbeitete sie neben ihrer beruflichen Tätigkeit bei der Gesellschaft für Strahlenforschung auch für Fassbinders Produktionsfirma Tango-Film.
Nach Fassbinders Tod gründete sie 1986 die Rainer Werner Fassbinder Foundation und widmete sich der Bewahrung seines künstlerischen Nachlasses. Sie lebte und arbeitete über viele Jahre in München.