Julius Basch

Name Julius Basch
geboren 4.8.1878 [Nürnberg]
gestorben 11.6.1942 [Theresienstadt][Ermordet]
Straße Widenmayerstraße 16
Stadtbezirk 1. Altstadt-Lehel
Stadtbezirksteil Lehel
Art Stolperstein
Verlegung 18.04.2013
Lat/Lng 48.14050 11.59356
Inschrift

Hier wohnte
Julius Basch
Jg. 1876
Verhaftet 1938
Dachau
1940 Zwangsverkauf
des Besitzes
Gedemütigt / Entrechtet
Tot 1940

Else Basch, geboren am 4. August 1878 in Nürnberg. Ihre Eltern waren Josef Ordenstein, ein Hopfenhändler am Tegernsee und später in München, und Ida geb. Lauchheimer. Sie hatte drei Geschwister, Ludwig (geboren am 25. April 1877 in Nürnberg), Frieda (geboren 1881) und Richard (Geburtsjahr nicht gesichert, verstorben 1914). Sie heiratete am 20. Januar 1902 in Nürnberg den Fabrikanten Julis Basch (siehe unten) und übersiedelte nach München. Das Paar hatte einen Sohn, Ernst (siehe unten), und wohnte in der Steinsdorfstraße 15. Else und Julius Basch erwarben das Geschäftshaus Zum schönen Turm in der Kaufingerstrasse, welches heute als Hirmer-Haus bekannt ist.

Im Jahr 1926 übersiedelte die Familie in die Widenmayerstraße 16. Ihr Ehemann wurde 1938 ins KZ Dachau verschleppt. Er verstarb am 1. Oktober 1940 in München. Nach dem Verlust ihrer Wohnung wurde Else Basch im November 1941 in das Krankenheim der Israelitische Kultusgemeinde aufgenommen. Am 11. Juni 1942 wurde sie in das Konzentrationslager Theresienstadt deportiert, wo sie am 18. Juni 1944 ums Leben gebracht wurde.

Ihr Sohn konnte rechtzeitig emigrieren. Ihr Bruder Ludwig Ordenstein, Kaufmann und ledig, wurde bereits am 22. August 1942 in Theresienstadt ermordet.


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