| Name | Lenbachplatz |
| Stadtbezirk | 1. Altstadt-Lehel |
| Stadtbezirksteil | Kreuzviertel |
| Straße | Lenbachplatz |
| Kategorie | Keine Kategorie |
| Baustil | Keine Kategorie |
| Suchbegriffe | Lenbachplatz |

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Beschreibung
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In der irregulären Geländesituation im Vorfeld der alten Stadtbefestigung zwischen -> Maximiliansplatz (mit Einmündung der >Rumford-Chaussee• Altem Botanischen Garten und -> Karlsplatz sich ergebende amorphe Platzgestalt, in ihrer Staffelung und Bebauung typisch für spätes 19. Jh.: durch mehrere ohne engere Beziehung zueinander gruppierte Baukörper wechselnde malerische Perspektiven. Im Blick von Süden die breit gelagerte Schaufassade der Deutschen Beamtenversicherung ( Nr. 1; von Schleich, 1977-81); daneben der verfestigende Baublock der Deutschen Bank/Bayerischen Börse ( Nr. 2) an der Nahtstelle zwischen Karls- und Lenbachplatz: nach Norden anschließend die malerische Baugruppe des Bernheimer-Hauses (->• Nr. 3), ferner der aus drei Gebäuden bestehende Baublock, nach Plänen von E. v. Seidl erbaut (Nr. 4:1904-05; Nr. 5:1903-04; Nr. 6:1904-05); an der aufgelockerten östlichen Platzseite, am Übergang vom Karlsplatz zum Lenbachplatz, Künstlerhaus (-> Nr. 8), der Ausstellungspavillon von BMW und das Justizgebäude anstelle der ehemaligen Maxburg (-> Nr. 7). An Maxburgstraße Gedenkstein (von Peters, 1968/69) für die 1938 zerstörte Hauptsynagoge (errichtet 1884-87 nach Plänen von A. Schmidt). Im Norden geht der Platz offen zum -»• Maximiliansplatz über; hier vor Baumgruppen der Wittelsbacher Brunnen*, von A. v. Hildebrand (unterMitarbeit des Architekten La Röche) geschaffen. Nach unbefriedigend verlaufenem Wettbewerb verließ Hildebrand die Jury; eigene Gegenentwürfe (1889 und 1890) führten 1891 zum Vertrag mit der Stadt und zur AufStellung eines originalgroßen Modells vorTurnhalle/Jahnstra-ße (Jul i 1891). Am Standort Lenbachplatz ausgeführt ab 1893, eingeweiht am 12.6.1895.1945 z.T. zerstört (linke männliche Figur), 1951/52 durch Hildebrand-Schüler Georgii nachgeschaffen.</p>
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<strong>Beschreibung:</strong> Vor Geländestufe (ehemalige Sternbastion) zum Maximiliansplatz komponiert: im ebenerdigen kreisförmigen Becken plastisch gegliederter Sockel für das obere, quer gelagerte Brunnenbecken; in der Sockelmauer acht reliefierte Pilaster (mit Seegetier, nach Skizzen von Hildebrand durch Palumbo 1891 ff.), dazwischen muschelartige wasserspendende Becken; in der Mitte des oberen Bassins Schalenbrunnen, an seinem Schaft vier Gesichtsmasken, in denen sich die unterschiedlichen Erscheinungsformen des Wassers ausdrücken: Mädchenmasken mit wirrem Haar für frische Brise, mit fallendem Haar für leblose Stille, alte Frau für bösartig reißende Strömung, alter Mann für träges Fließen. An den beiden Schmalseiten (links) steinschleudernder Mann (»Der Reitermann«, 1891, aufgestellt 1895), gegenüber Frau mit Schale (»Das Frauenzimmer«, 1895), die zerstörerische Kraft (>Gebirgswasser<) und den Segen des Wassers (»Ruhiger Strom<) symbolisierend. (Brunnen von der Stadtgemeinde errichtet anlässlich der Vollendung der Quellwasserleitung aus dem Mangfallgebiet; wobei auch die Residenz an die städtische Wasserversorgung angeschlossen worden ist.)</p>
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<strong>Bedeutung:</strong> M städtebaulich exponierter Lage meisterhaft komponierte, römischen Hochbarock mitan-tikischem Geist verbindende Anlage: Münchens schönster Brunnen-ein Musterbeispiel für Adolf von Hildebrands Auffassung, dass auch Vollplastik wie ein Relief gestaltet werden sollte, um ihr Motiv selbst aus größerer Distanz klar erkennen und verstehen zu können (sog. >Relieftheorie<).</p>
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<strong>Nachtrag 2009</strong></div>
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Das Gebäude 2007 vom niederländischen Baukonzern Volker Vessels Stevin erworben und bis2009 in Umbau.</div>
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Das 2001 m die Bayerische Börse AG umgewandelte und 2003 in Börse München umbenannte Institut 2007 ausgezogen und nach einem Interim in der ehem. Hopfenpost ab Mitte 2009 am ~> Karolinenplatz 6 beheimatet.</div>
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