| Name | Neue Pinakothek |
| Architekt | Branca von |
|---|---|
| Stadtbezirk | 3. Maxvorstadt |
| Straße | Barer Straße 29 |
| Jahr Baubeginn | 1975 |
| Jahr Fertigstellung | 1975 |
| Kategorie | Keine Kategorie |
| Baustil | Keine Kategorie |
| Suchbegriffe | Neue Pinakothek |

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Beschreibung
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<p><strong>Neue Pinakothek: </strong>Museum für Europäische Malerei und Skulptur des 19. Jahrhunderts.</p>
<p><strong>Baugeschichte:</strong> Noch während der Errichtung der Alten Pinakothek (-> Barer Straße 27) erwägt Ludwig l. Bau eines Gebäudes »für Gemälde aus diesem und aus künftigen Jahrhunderten«. 1843 untersucht F. v. Gärtner im Auftrag des Königs das Gelände nördlich des Leprosenhauses am Gasteig (ob auch Standort an späterem Maximilianeum ungewiss). Entscheidung für Bauplatz nördlich der Alten Pinakothek, nachdem das Gelände zwischen Barer-, Theresien- und Arcisstraße 1845 dem König übereignet worden war. Planungsarbeiten von Voit, unter maßgeblicher Mitwirkung von Gärtner (Werner Mittlmeier) seit 1843, Planänderung 1845, von der spätere Ausführung abermals abwich. Grundsteinlegung am 12.10.1846, Eröffnung 1853. Umbau- bzw. Erweiterungspläne von F. v. Thiersch(1911),Th. Fischerund Rieh. Riemerschmid(1912) sowie Projekte im 3. Reich unausgeführt. Im Krieg schwere Bombenschäden (1944), Ruine unnötigerweise 1949 abgetragen. (Neubau 1975-81; s. u.)</p>
<p><strong>Beschreibung des Altbaus:</strong> Lang gestreckter, sparsam gegliederter Baukörper (107 zu 29 m) parallel zur Alten Pinakothek. Über hohem Sockel aus Spiegelquadern zwei Geschosse, das obere (mit Ausnahme der östlichen Schmal- und nördlichen Längsseite) fensterlos für 14 vielfigurige Fresken nach Entwürfen von W. v. Kaulbach, ausgeführt 1848-54 von Nilson. (Die Olskizzen von Kaulbach im Saal 12 des Neubaus, s. u., ausgestellt.) Über Baublock zurückgesetzt hohe Attika, die Oberlichtfenster der darunter liegenden Hauptsäle verbarg. Eingangsseite an Barer Straße: zweiarmige Freitreppe zu dreibogiger Vorhalle, im Vestibül repräsentative Treppe (zu zweimal drei Läufen) mit Zugang zur Gemäldegalerie: fünf Hauptsäle in der Längsachse, die zum querrechteckigen >Rottmann-Saal< an der westlichen Schmalseite führten (Raumgestaltung mit Arkaden entsprechend der ursprünglich vorgesehenen Ausmalung der Hofgartenarkaden mit Rottmanns >Griechenland-Zyklus<). Die Hauptsäle an Südseite von fünf kleineren Oberlichträumen begleitet, an Nordseite von 14 Kabinetten mit Seitenlicht. (Modell des Altbaus bei M in Plan S. 96).</p>
<p>Der <strong>Neubau </strong>nach Plänen von Branca errichtet. Erster Ideenwettbewerb 1960, Architektenwettbewerb 1966/67 (278 eingereichte Arbeiten; erster Preis an Branca); in den folgenden Jahren Änderung des ursprünglichen Museumskonzepts (Verzicht auf Staatliehe Graphische Sammlung, -> Meiserstraße 10, und auf Staatsgalerie moderner Kunst, -> Barer Straße 40, zugunsten der Diensträume für die Direktion der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen sowie des Doerner-lnstituts, einer Forschungsanstalt für Maltechnik). Grundsteinlegung 1975, Eröffnung 1981.</p>
<p><strong>Äußeres:</strong> Die Doppelfunktion von Museum und Verwaltung am deutlichsten ablesbar an Hauptfassade zurTheresienstra-ße: rechter Bauteil als großer, klar gegliederter, nahezu fensterloser Baukörper, überragt von mehrfach gestaffelten und ansteigenden Schrägflächen der Glasdächer; die zurückgesetzte Glaswand der Eingangshalle an der Nahtstelle zum zwei- und dreigeschossigen Bürotrakt durch vortretende Rundstützen und Reihung schmaler Rundbogenfenster gegliedert. Der Betonbau über Granitsockel mit ockerbraunem Sandstein verkleidet und von durchlaufenden bossierten Bändern >zusammengehalten<; tragende Pfeiler in Granit. Erker, schmale Fenster, Treppen und Vordächer (Notausgänge) beleben die Fassaden des vielfach gegliederten Baublocks, inneres;Von der nahezu in der Mitte gelegenen Eingangshalle Zugang (rechts) zum Museumspädagogischen Zentrum und zu den Räumen für Sonderausstellungen im Tiefgeschoss sowie zu den 22 (Oberlicht-)Sälen und zehn Kabinetten mit rund 500 Gemälden und 30 Statuen. Die schleifenäh n liehe Anordnung der auf-und absteigenden Führungslinie um zwei Innenhöfe ermöglicht unterschiedliche Raumhöhen der Oberlichtsäle und vermeidet Enfilade.</p>
<p><strong>Bedeutung des Neubaus:</strong> Der klar konzipierte, viel gestaltete Baukörpertrotz monumentaler Formsprache eher zurückhaltend. Durch Eingang von der Theresienstraße Orientierung auf gegenüberliegende Alte Pinakothek bei Unterordnung unter den Klenze-Bau. Im Formalen gelungene Verbindung von heterogenen Funktionen Museum/ Verwaltung in einem Bau, umstritten durch Verwendung modisch wirkender Details und historisierender Zitate im Sinne der Postmoderne.</p>
<p><strong>Sammlungen*</strong>: Grundstock mit Gesamtbestand von ca. 4500 Gemälden und etwa 300 Skulpturen nach der Berliner Nationalgalerie die umfangreichste deutsche Sammlung mit Werken des 19. Jh. Hervorgegangen aus der durch Ludwig I. erworbenen Sammlung Klenzes (1842) und aus der Privatsammlung des Königs, die er (eine damals revolutionäre Zielsetzung) zeitgenössischen Künstlern vorbehielt: Schwerpunkte einerseits Historienmalerei, andererseits Werke der neuen Landschafts- und Genremalerei. Hierfür Errichtung des ersten Baus. Unter Max II. und Ludwig II. Stagnation der Sammeltätigkeit, ab späten 1880er Jahren zunehmende Staatsankäufe und Schenkungen, wodurch der Neuen Pinakothek auch Werke der imodernen Kunst< zuflössen. Diese nach Überführung der Galerie in Staatsbesitz (1915) an die 1919 gegründete >Staatsgalerie< im Kunstausstellungsgebäude am Königsplatz abgegeben; heute: >Pinakothek derModerne<-> Barer Straße 40. Bei Neuordnung der Werke in der Neuen Pinakothek ausgegangen von innerem Zusammenhang der Malerei von Goya bis Cezanne, geprägt von der >Befreiung< durch die Französische Revolution, durch den Subjektivismus der Romantik und die Vereinzelung der modernen Zivilisation. - Um das Gebäude moderne Plastiken; vor der Südseite vor dem Verwaltungsbau: Moore, >Große Liegende< (1957/58); vor dem Eingang: Marini, >Miracolo< (1959/60); im Wasserbecken vor der Terrasse: Stadier, >Aglaia< (1961-63); in der Brunnenanlage: Brenninger, >Kontinente< (1984); vor der Ostseite. F. Koenig, >GroßeZweiV< (1973).</p>
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<p><strong>Neue Pinakothek: Saalfolge</strong></p>
<p>Vorbemerkung: Ziffern mit a bezeichnen Kabinette bei den jeweiligen Sälen. - Sk beim Künstlernamen bedeutet Skulptur. Die aufgeführten Künstlernamen entsprechen dem Stand der Hängung Frühjahr 2009; spätere Änderungen sind möglich. Halle:AMa/7/o/(Sk) Raum A W. v. Kaulbach; Raum B (derzeit geschlossen)</p>
<p><strong>Kunst um 1800<br type="_moz" />
</strong>1J.L. David,J. H. Füssli, F.J.Goya, P. P. Prudhon, H. Robert, F. A. Tischbein. 2 A. Appiano, J. J. Dorner, J. G. Edlinger, A. Graff, A. Kauffmann, W. v. Kobell.</p>
<p><strong>Münchner Malerei um 1800</strong><br />
2aJ. G. Dillis, M. Kellerhoven, W. v. Kobell.</p>
<p><strong>Englische Malerei um 1800</strong><br />
3 Th. Gainsborough, W. Hogarth, Th. Lawrence, J. Mallard, H. Raeburn, J. Reynolds. - W. v. Hoyer (Sk). -3aL. L. Bailly, M. G. Capet, J. Constable, M. Girard, J. C. Ibbetson, J.de Loutherbourg, J. Opie, G. Rouget, J. P. Saint-Ours, G. Stubbs, F. A.Vincet, D. Wilkie, R. Wilson.</p>
<p><strong>Deutsche Künstler in Rom</strong><br />
4 H. M. v. Hess, F. Overbeck, F. W. v. Schadow. - R. Schadow (Sk). -4a P. v. Cornelius, J. P. Hackert, H. M. v. Hess, F. Öl i vier, F. Overbeck, J. C. Reinhart, H. Reinhold, L. Richter, J. M. v. Rohden, C. Rottmann, F. W. v. Schadow.</p>
<p><strong>Landschaftsmalerei in Rom</strong><br />
5 F. L. Catel, J. C. Eberlein, J. A. Koch, J. C. Reinhart. - B.Thorwaldsen(Sk). SaJ.C. Reinhart.</p>
<p><strong>Landschaften Griechenlands<br />
</strong>6 C. Rottmann; Holzmodell der Akropolis (Leihgabe des Bayer. Nat. Mus.) - 6a Modell, wie die Enkaustik Malereien von Rottmann urspr. angeordnet waren.</p>
<p><strong>Künstler um König Ludwig I.</strong><br />
7 F. L. Catel, E. Fries, L. v. Klenze, D. Quaglio, R. Rebell, L. L. Robert, C. Rottmann, J. Stieler. - B. Thorwaldsen (Sk). - 8 C. W. v. Heydeck, P. v. Hess, D. Quaglio, J. Stieler, J. M. Wittmer.</p>
<p><strong>Malerei der Romantik<br />
</strong>9 C. Blechen, J. C. Dahl, C. D. Friedrich, G. F. Kersting, L. v. Klenze, C. Rottmann, K. F.Schinkel.</p>
<p><strong>Biedermeier und beginnender Realismus<br />
</strong>10 F. v. Rayski, F. W. v. Schadow, M. v. Schwind, F. G. Waldmüller, F. X. Winterhalter -10a O. Achenbach, R. v. Alt, C. E.</p>
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<p>Bernhard, H. Bürkel, F. Krüger, C. Spitzweg, J. Stieler, F. G. Waldmüller.</p>
<p><strong>Französische und englische Malerei zwischen Romantik und Realismus</strong></p>
<p>11 C. Corot, G. Courbet, H. Daumier, E. Delacroix, Th. Gericault. - C. Corot (Sk), H. Daumier (Sk).-11aC. Corot, C. Courbet, A. G. Decamp, E. Degas, E. Delacroix, J. A. Gudin, J. F. Millet, F. v. Rayski, C. Troyon, C. Vernet.</p>
<p><strong>Genre- und Landschaftsmalerei (Slg. König Ludwigs l.)<br />
</strong>12 M. E. Ainmiller, J. Bosboom, L. Gallait, J. P. Hasenclever, E. Hess, W. v. Kaulbach, J. Naver, A. Riedel, P. van Schendel, Th. L. Weller.</p>
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<p><strong>Carl Theodor von Piloty und der Historismus<br />
</strong>13 W. v. Kaulbach, C.Th. v. Piloty, A. C. v. Ramberg. -13a F. v. Defregger, W. v. Kaulbach, A. v. Keller, W. v. Lindenschmittd.J., H. Makart, E. M. Munkäcsy.</p>
<p><strong>München und die Entdeckung der Landschaft</strong><br />
14 A. v. Keller, W. Leibl, A. H. Lier, J. Maris, W. Maris, G. v. Max, A. V. van der Meer, J. van der Sande, E. Schleich d. Ä., C. Schuch, W.Trübner, J. Wenglein. 14a R. Hirth du Frenes, A. Hölzel, W. Leibl, C. Schuch, W. Trübner.</p>
<p><strong>Das Ideal der antiken Welt<br />
</strong>15 H. v. Marees. -A. v. Hildebrand (Sk). -16A. Böcklin,A. Feuerbach, H. v. Marees, J. W. Schirmer, HansThoma. - R. Begas (Sk), LTuaillon(Sk).</p>
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<p><strong>Menzel und die deutschen Realisten<br />
</strong>17 L. Corinth, M. Liebermann, A. v. Menzel, M. Sievogt, F. v. Uhde.</p>
<p><strong>Manet und der französische Impressionismus<br />
</strong>18 E. Degas, H. Fantin-Latour, E. Manet, C. Monet, C. Pisarro, A. Renoir, H. deToulouse-Lautrec. - (Seitenkabinett Skulpturen): A. L. Barye, J. B. Carpeaux, A. L. Carrier-Belleuse, J. Debois,V. Gemito. Gauguin - Serusier - van Gogh 19 P. Gauguin, V. van Gogh, P. Serusier. -C. Meunier(Sk),A. Rodin(Sk).</p>
<p><strong>Spätimpressionismus und symbolistische Landschaftsmalerei<br />
</strong>20 M. Denis, A. Guillaumin, F. Hodler, M. Luce, C. Monet, E. Munch,T. van Rysselberghe, P. Signac. - A. Maillol (Sk),A. Rodin (Sk).</p>
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<p><strong>Cezanne - Matisse - früher Picasso<br />
</strong>21 P. Cezanne, H. Matisse, P. Picasso. - H. Matisse (Sk), P. Picasso (Sk).</p>
<p><strong>Symbolisten und Nabis</strong><br />
21aJ. Ensor, F. Khnopff, O. Redon.</p>
<p><strong>Das neue Jahrhundert</strong><br />
22 P. Bonnard, L. Corinth, F. Hodler, F. Overbeck, G. Segantini, M. Sievogt. - M. Klinger (Sk), A. Maillol.</p>
<p><strong>Der neue Stil</strong><br />
22a G. Klimt, L. Putz, E. Schiele, W. Stott, F. v. Stuck. - C. Claudel (Sk), G. Minne (Sk).</p>
<p><strong>Skulpturen</strong><br />
Innenhof l L. Bartoiini, A. Canova, K. Eberhard, C. F. Holbeck, E. F. Ritschel, J. G. Schadow, G. Spalla, B. Thorwaldsen, J.Troschel. Innenhof II J. Wackerle.</p>
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