| Name | Kath. Pfarrkirche St. Peter und Paul |
| Stadtbezirk | 23. Allach-Untermenzing |
| Stadtbezirksteil | Allach-Untermenzing |
| Straße | Eversbuschstraße 195 |
| Sakral | katholisch |
| Kategorie |
Religiöse Bauwerke Kirche |
| Baustil | Keine Kategorie |
| Unterkategorie | Kirche |
| Suchbegriffe | Kath. Pfarrkirche St. Peter und Paul |
Bemerkung
mittelalterlicher Sattelturm, Chor um 1600, Langhaus von 1700; mit Ausstattung; in Allach.
Beschreibung
<p><strong>St. Peter und Paul</strong> Frühe Besiedlung durch Ende des 19. Jh. aufgefundene Reihengräber für Zeit zwischen ca. 580 und ca. 730 n. Chr. gesichert. Erste urkundliche Erwähnung (»Ahaloh«) 774, etwa 30 Jahre als >Kirchdorf< bezeichnet, 1315 als Filiale von Aubing beurkundet; 1897 Expositur, 1914-55 Pfarrkirche. Seitdem durch größeren Neubau Maria Himmelfahrt (Höcherstraße 14) abgelöst: Pläne von O. E. Bieber, 1954-55 durch seinen Sohn Peter ausgeführt, im Innern durch Hartl 1977-79 umgestaltet.</p>
<p><strong>Beschreibung:</strong> Grundmauern der ältesten Kirche 1962 unter der bestehenden entdeckt: romanischer Bau ausTuffquadern, einschiffiges, nur innen verputztes Langhaus mit östlich angesetzter, eingezogener Rundapsis; an deren Stelle Backsteinanbau eines rechteckigen Altarraums (Ende 12., spätestens Anfang 14. Jh.), in der Spätgotik eingewölbt; der spätromanische Turm in der Südwestecke des Langhauses durch Bogenfriese gegliedert und bei Einwölbung des Chors aufgestockt. Neubau der Kirche (wohl durch Maurermeister Funkh) 1708-10 unter Beibehaltung der Nord- und Westwand sowie Einbeziehung des Turms in die Mittelachse der neuen Westfassade.</p>
<p><strong>Inneres:</strong> Auf breites, flach gedecktes Kirchenschiff folgt gering eingezogener polygonal geschlossener Chorraum: altertümlich durch Pflanzen- und Eierstäbe dekoriertes Stichkappengewölbe. Bemerkenswerter Hochaltar von 1710 mit deutlich italienischen Hochbarocktendenzen, in der Mitte lebensgroße Statuen Petrus und Paulus, flankiert von zwei Bischöfen (Wolfgang und Benno?, eher wohl Augustinus durch Beziehungen Allachs zum Augustiner-Chorherrnstift Beuerberg, das an der Wurm begütert war). Die schräg gestellten Seitenaltäre (Marien- und Josephsaltar) von 1708 oder 1723(?). Im Langhaus (Nordwand) mächtige barocke Kreuzigungsgruppe eines vielleicht Dachauer Meisters (nach 1677), ehemals in Wallfahrtskapelle Heilig Kreuz auf dem Adelsberg im Dachauer Moos, die (an der Stelle eines Jagdunfalls 1677 von Kurprinz Max Emanuel gestiftet) 1794 wegen Baufälligkeit abgebrochen worden war.</p>