Name Kath. Pfarrhaus von St. Silvester
Architekt Buchert Hermann  
Stadtbezirk 12. Schwabing-Freimann
Stadtbezirksteil Schwabing
Straße Biedersteiner Straße 1
Jahr Baubeginn 1925
Jahr Fertigstellung 1925
Baustil barockisierend
Kategorie Religiöse Bauwerke
Pfarrhausc
Baustil Keine Kategorie
barockisierend
Unterkategorie Pfarrhausc  
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Bemerkung

Kath. Pfarrhaus von St. Silvester, barockisierend, 1925 von Hermann Buchert.

Beschreibung

<p><strong>St. Sylvester</strong> Von der ursprünglich der Hl. Ursula geweihten romanischen Dorfkirche Alt-Schwabings(um 1200) nur Reste im Turm erhalten; 1315 (in Konradinischer Matrikel) als Filiale der Pfarrei Thalkirchen-Sendling aufgeführt, von 1329-1802 im Besitz des Freisinger Kollegiatsstifts St. Johann Baptist. Um 1500 spätgotischer, wohl eingewölbter Neubau und barock erweitert zwischen 1654 und 1660. Seit 1811 Pfarrkirche Schwabings, dessen Anwachsen der Bevölkerung führt 1857 und 1866 zu Plänen für Vergrößerung der alten Kirche, 1879 zu Neubauprojekt von A. Thiersch an der Stelle der ehemaligen Leprosenhauskirche St. Nikolai (abgebrochen 1898); durch Ausbreitung Schwabings nach Westen Errichtung der neuen Pfarrkirche St. Ursula am -&gt; Kaiserplatz 1. (Weihe 1897 und Umwidmung der alten Kirche an St. Sylvester 1920, verbunden mit erweiterndem Neubau nach Plänen von Buchen 1925-26).</p> <p><strong>Äußeres der Gesamtanlage: </strong>Alte gewestete Kirche mit ostseitigem Turm (seit 1600 durch achteckiges Obergeschoss mit Spitzhel m erhöht), gegen Westen Chor mit 5/8-Sch l uss. An Nordseite des gotischen Baus vermittelt ein leicht trapezförmiger, niedriger Rechteckraum zum längsoktogonalen Neubau mit westseitiger Halbrundapsis, ummantelt von Sakristeianbauten in halber Kirchenhöhe - zusammen mit dem Altbau ein malerisches, dorfähnliches Ensemble im Areal des 1898 aufgelassenen Friedhofs über östlichem Abfall der Isarterrasse. An Ost- und Südwänden des Altbaus Totengedenktafeln aus ehemaligem Friedhof eingelassen, an Ostseite des Neubaus Eingangsportal mit Büste des Kirchenpatrons (von Albertshofer) im Sprenggiebel. - Renovierung 1739,1770,1786, 1847, 1926-31, 1955-59 (und 1994 Inneres) sowie 1965 (Äußeres).</p> <p><strong>Inneres des Altbaus:</strong> Dreijochiger Gemeinderaum unter gedrückter Tonne mit tief eingeschnittenen Stichkappen; geometrischer Stuck der Miesbach-Schlierseer Schule (Mitte 17. Jh.), auch&nbsp;über eingezogenem, einjochigem Chor- und Altarraum mit 5/8-Schluss. Die rechte (nördliche) Seitenwand in drei Bogen geöffnet zu niedrigerem Zwischenraum als Verbindung zum<strong> Inneren des Neubaus</strong>. Dieser, auf länglich oktogonalem Grundriss, von hohen Rundbogenfenstern belichtet; hohe freskierte Vouten leiten über zum Mittelfresko im Deckenspiegel. An linker Längsseite Empore über dem Verbindungsraum, an westlicher Schmalseite Halbkreisapsis. -Ausstattung der beiden Räume: überwiegend 17./18. Jh. im Altbau, im Neubau Neobarock mit originalen Ergänzungsstücken (Ausstattung: -&gt; Grundriss).</p> <p><strong>Bedeutung:</strong> Alte typische Dorfkirche, mit neubarockem Erweiterungsbau sehr geschickt und ohne gegenseitige Beeinträchtigung verbunden. Sehr gute Plastiken, von denen einige aus der 1869 umgebauten und 1898 abgebrochenen Leprosenhauskirche St. Nikolai stammen (Herrgott in der Rast und 14 Nothelfer von C. Pader; diese, der schöne Hl. Michael von etwa 1750 und weitere Plastiken derzeit im Pfarrhof).</p> <hr /> <p>&nbsp;</p> <p><strong>1</strong> Hochaltar: Gemälde &gt;Ursula und ihre Gefährtinnen&lt;, von C. Armort 1668, im Auszug Maria mit Jesuskind; Seitenfiguren Sylvester (links) undBenno, von Schütz. <br /> <strong>1</strong> Maria Verkündigung, gefasste Holzgruppe, wohl Umkreis I. Günther, b Rosenkranzmadonna (im Chorbogen), von Leithner 1692. <br /> <strong>2</strong> Arme-Seelen-Altar, um 1668: Gemälde Vertrauen auf letzte Heiligung&lt;, von Toherias (dat. 1668); Auszug: Christus; Predella: Arme Seelen im Fegefeuer. <br /> <strong>3</strong> Sylvester-Altar: Gemälde &raquo;Sylvester in der Glorie und Fürsprecher seiner Gemeindet, von Toberias; Auszug: Gottvater; Predella: Johannes der Täufer, <br /> <strong>c</strong> &gt;Missionskreuz&lt;, von I. Z. (?), 1678, mit Mater dolorosa, wohl 1847; Künstler unbekannt, <br /> <strong>d</strong> Statuen Judas Thaddeus, von I. Günther, daneben Sebastian (anonym, wohl 1. Hälfte 18. Jh.). <br /> <strong>e</strong> und <strong>f</strong> Büsten Nikolaus und Elisabeth (anonym, wohl Mitte 18. Jh.).</p> <p><strong>Ausstattung Neubau</strong></p> <p><strong>4</strong> Taufkapelle mit Bruder-Konrad-Altar: im Schrein der Heilige; Altarflügelinnenseiten: sechs Szenen aus Leben Konrads, von A. Elacher 1937. <br /> Deckengemälde (Kozics 1939/40): <br /> <strong>A </strong>&raquo;Kreuzvision des Kaisers Konstantint, <br /> <strong>B</strong> &raquo;Kreuzigung&lt;, <br /> <strong>C </strong>&raquo;Letztes Abendmahl&lt;; in den Zwickelfeldern über Apsisbogen &gt;Jesus vor Pilatus&lt; (links) und &gt;Jesus vor Schriftgelehrten&lt;, über Orgelempore &raquo;Auferstehender Christus&lt; (links) und &raquo;Verklärung Christ K. Altäre: neubarock, nach Entwurf von Buchen ausgeführt von Albertshofer undj. Erlacher: <br /> <strong>5</strong> Hochaltar: Gemälde &gt;HerzJesut, von M. Schiestl 1927 (je nach Kirchenjahr auswechselbar durch Gemälde von Kozics: &raquo;Geburt Chris K 1942, &raquo;Christus am Ölberg&lt; 1944, &raquo;Auferstehung Christi&lt; 1943); im Auszug Skulptur Gottvater, von Chr.Jorhan d. A. um 1760/70erJahre (aus ehemaliger Wallfahrtskirche Ra-noIdsberg/Kr. Mühldorf); Seitenfiguren: Bischofsstatuen: Nikolaus (links) und Korbinian, M. Guggenbichler zugeschrieben. <br /> <strong>6</strong> Josephsaltar: Gemälde des Heiligen; Auszug: Ovalbild mit Peterskirche in Rom (Joseph ist Schutzpatron der Katholischen Kirche), beide von Schiestl 1931.<br /> <strong>7</strong> Marienaltar: Gemälde Muttergottes mit Jesuskind; Auszug: Ovalbild Schiffer auf stürmischer See, beide von Schiestl 1927. <br /> <strong>g</strong> und <strong>h</strong>: Versilberte Holzbüsten Benedikt und Barbara, von l. Günther, i Kanzel von 1663, aus alter Kirche (ehemals bei e) hierher übertragen. An Rückwand des Gemeinderaums, beiderseits des Eingangs, Tafelbilder mit den 14 Stationen des Kreuzwegs, 18. Jh.</p> <p>&nbsp;</p>