Name St. Niklai am Gasteig
Stadtbezirk 5. Au-Haidhausen
Stadtbezirksteil Haidhausen
Straße Innere Wiener Straße 1
Jahr Baubeginn 1660
Jahr Fertigstellung 1660
Baustil spätgotisch
Kategorie Keine Kategorie
Baustil Gotik
spätgotisch
Suchbegriffe St. Nikolaus am Gasteig Spitalkirche Altöttinger Kapelle 
St. Niklai am Gasteig
St. Niklai am Gasteig Innere Wiener Straße
Bildrechte: © Gerhard Willhalm, <a href='https://fotoagentur-muenchen.de/bilder/d_bilder.php?id=11394'>St. Nikolaus am Gasteig</a>, <a href='https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/legalcode'>CC BY-NC 4.0</a>

Bemerkung

Kath. Kirche St. Nikolaus am Gasteig, ehem. Spitalkirche, im Kern spätgotisch, 1660 umgebaut, mit Türmchen; mit Ausstattung; südöstlich anstoßend die Altöttinger Kapelle, 1926 umgebaut und erweitert.

Beschreibung

<p> <strong>Sankt-Nikolai-Kirche am Gasteig</strong> 1315 als Kirche des 1213 bereits erwähnten und 1861-63 abgerissenen Leprosenhauses beurkundet. (Ein weiteres Leprosenhaus in Schwabingam Nikolaiplatz, aufgehoben 1819, abgetragen 1898.) In 2. Hälfte 16. Jh. Inneres im Renaissancestil umgestaltet, Neubau des Turms 1581; um 1660 barockisiert. Instand gesetzt 1839-41, von 1871-82 Kirche der Altkatholiken (denen wegen ihrer Ablehnung der Infallibilität [des Papstes] sogar die Universitätskirche St. Ludwig versagt worden war). 1908 Abbruchabsichten, 1912 und 1929-31 renoviert; 1944/45 beschädigt, 1950 außen erneuert und 1959/60 innen restauriert. Dabei Entfernung von drei Altären und Aufstellung eines Frühbarockaltars von 1691 (aus Alt-St.-Martin in Garmisch, 1959 erworben); Kruzifix zum Gedenken an Eucharistischen Weltkongress (1960). - Die danebenstehende <strong>Altöttinger Kapelle</strong> (Innere Wiener Straße 3) 1678 als kleine (nur bis etwa zur ersten Bankreihereichende) Loreto-Kapelle errichtet; 1738/40 bereits als &gt;Altöttinger Kapelle&lt; bezeichnet, 1820 abgebrochen und größer wiedererbaut; 1827 renoviert, 1867/68 neuromanisch umgebaut (Gedenktafel mit Abbildung an Südseite), nach Westen verlängert und mit neuem Altar ausgestattet. 1926 entfeuchtet (nachdem seit 1913 geschlossen) und nach Plänen von K. Meitinger erneuert, mit Umgang nach Vorbild der Gnadenkapelle Altötting versehen; unter den Arkaden Majolika-Kreuzweg von Kraus. 1933 im Innern erneuert; 1944 ausgebrannt, nach Wiederaufbau 1955 geweiht. - Die <strong>Kreuzigungsgruppe </strong>vor Nikolaikirche Rest eines 1630 an der Gabelung von ehemaliger Salzstraße (= Innere Wiener Straße) und Rosenheimer Straße errichteten &gt;Kalvarienbergs&lt;, der schon Anfang 19. Jh. nur mehr in einer 1720/21 von Luidl geschaffenen Kreuzigungsgruppe zu Füßen der Osterwaldschen Sternwarte (an der Stelle des heutigen Kulturzentrums Gasteig, -&gt; Rosenheimer Straße 5) bestand. Der 1721 von Luidl in Blei gegossene Kruzifixus im Krieg zerstört und 1959 in Bronze von Panzer neu gestaltet und zusammen mit den beiden noch ursprünglichen Steinfiguren Maria und Johannes wieder aufgestellt. Im Zuge der Errichtung des Kulturzentrums dann abgetragen und nach Restaurierung an heutigen Standort versetzt.</p>

Quellen

Nicolauskapelle am Gasteig
Reber - Bautechnischer Führer durch München (1876)

Die Nicolauskapelle am Gasteig ist der Rest des uralten St. Nicolaus-Spitals für Leprosen oder Unheilbare, welches 1861 abgetragen, wurde, als König Maximilian II. die Gasteiganlagen schuf. Die Unheilbaren sind jetzt in dem ehemaligen Irrenhaus zu Giesing untergebracht. Die Kirche zeigt usserlich in seinem dreiseitigen Chorschluss wie in den schlichten Strebepfeilern den gothischen Ursprung, während die Sternrippen des Gewölbes im einschiffigen Inneren, der Behandlung der Kirche des Herzogspitals verwandt, die deutsche Renaissance der Mitte des 16. Jahrhunderts verrathen. Sonst bietet die kleine Kirche, welche seit einigen Jahren der altkatholischen Gemeinde überwiesen worden ist, kein künstlerisches Interesse. Unmittelbar nebenan befindet sich die noch kleinere Altöttinger-Kapelle des Gasteig, so genannt von der die Altötlinger Madonna nachahmenden Maria auf dem Hauptaltar, vor zehn Jahren im romanischen Style hergestellt. Die Chornische, aussen dreiseitig, wurde innen zur halbkreisförmigen Apsis umgestaltet. Die Flachdecke enthält ein hübsches den hl. Nicolaus darstellendes Gemälde von Jul. Frank.

Wikipedia

Wikipedia: St._Nikolai_am_Gasteig