Siedlung Kaltherberge
| Name | Siedlung Kaltherberge |
| Stadtbezirk | 24. Feldmoching-Hasenbergl (Lerchenau-Ost) |
| Adresse | Gundelkoferstraße 0 |
| Jahr Baubeginn | 1936 |
| Jahr Fertigstellung | 1937 |
| Kategorie | Wohnbauten |
| Baustil |
Beschreibung
Die Kleinsiedlung Kaltherberge entstand 1936/1937 östlich der Ingolstädter Straße im heutigen Stadtbezirk Milbertshofen-Am Hart. Sie war als Selbstversorgersiedlung für bedürftige Arbeiterfamilien konzipiert und umfasste ursprünglich 221 Siedlerhäuser. Mittelpunkt der Anlage war ein zentraler Gemeinschaftsplatz, der heutige Mettenleiterplatz.
Die Siedlung war durch kleine Ein- und Zweifamilienhäuser geprägt. Die Straßen wurden erst in den 1950er Jahren befestigt. Die ursprüngliche Benennung „Kaltherberge“ geht auf den Flurnamen „Kaltherberger Hart“ zurück. Die Stadt München beschloss die Bezeichnung 1935; die amtliche Genehmigung zog sich allerdings bis nach dem Zweiten Weltkrieg hin.
Nach 1945 erhielt die Siedlung eine besondere Nachkriegsgeschichte: Teile der Häuser wurden von der amerikanischen Militärverwaltung beschlagnahmt und als DP-Lager Neu-Freimann genutzt. Dort lebten zeitweise mehr als 2.000 Displaced Persons. 1949 wurde das Lager geschlossen und die Häuser wieder an die Siedler zurückgegeben.