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Seite 175
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Alt-Münchner-Bilderbuch

Nr. 175

Nr. 175. K. v. Wening. „Die Churfürstliche Bayrische Residenz in München, sambt dem großen Hof= und Lustgartten Wie solche von Mitternacht gegen Mittag anzusehen ist“. Rechts das Turnierhaus, Unsers Herrn=Tor; links an Stelle des jetzigen Armee=museums, Pavillon mit Weiher, Springbrunnen ic. ic. Der Hofgarten wurde 1614 von Churfürst Maximilian I. angelegt. — Damals zählte er 128 Fontänen, zahlreiche ver=goldete Erzstatuen glänzten unter Blumen und Laub. 1776 warf man Kies über die Blumen=beete und pflanzte Linden und Kastanien. 1803 wurde der Weiher abgelassen und die Leib=regiments=Kaserne gebaut. Der Brunnentempel in der Mitte des Hofgartens ist das einzige Überbleibsel, welches aus jener Zeit zu uns herübergerettet wurde. 

Lit. Dr. Fr. Reber München 1876. 
Lit. Dr. Christian Häutle (Geschichte der Residenz in München bis zum Jahre 1777). Leipzig 1883.