Alt-Münchner-Bilderbuch
Nr. 125
Nr. 125. Il. v. A. v. D. Ruppert. 1875. Die Salvatorkirche mit dem griechischen Markt am Salvatorplatz. Die Kirche wurde im Anschluß an den Lieb=Frauen=Gottesacker 1494 erbaut, auf dem schon eine kleine Marienkapelle gestanden hatte. An deren Stelle trat die Salvatorkirche, damals Frauengottesackerkirche genannt. Ursprünglich stand eine Cal=vatorkirche als Sühnekirche beim Schwabingertor, doch mußte dieselbe einer Bastion dort=selbst i. J. 1493 weichen. Von 1803—1806 als protest. Kirche benützt; von 1807—1829 als Salpeterdepot verwendet, seitdem dem griechischen Kultus eingeräumt. Der protest. Gemeinde wurde unter König Max I. 1806 am Südenhof der Kgl. Residenz ein Betsaal überlassen, nach Gründung einer protest. Pfarrei in den Jahren 1827—1832 die erste protest. Kirche in der Sonnenstraße erbaut.
Lit. Das teutsche Rom v. A. Cramer. 1784.
Lit. F. Trautmann. Altmünchner Wahrzeichen. S. 68.