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Pockels Agnes
Agnes Pockels
Bildrechte: Unknown author, Agnes Pockels ca1892, als gemeinfrei gekennzeichnet, Details auf Wikimedia Commons

Agnes Luise Wilhelmine Pockels (* 14. Februar 1862 in Venedig; † 21. November 1935 in Braunschweig) war eine deutsche Physikochemikerin und Schwester von Friedrich Pockels.

Die Offizierstochter besuchte die Städtische Oberschule für Mädchen in Braunschweig. Sie verzichtete auf ein Studium, um häusliche Tätigkeiten sowie die Pflege ihrer Eltern zu übernehmen, welche nach Aufenthalten in Malaria-Gebieten Italiens gesundheitlich angeschlagen waren. Dennoch entdeckte die naturwissenschaftlich Interessierte Pockels als Autodidaktin bedeutende Grundlagen auf dem Gebiet der Ober- und Grenzflächenspannung. 1882 erfand sie die noch heute benutzte „Schieberinne“ zur Untersuchung von Oberflächen von Flüssigkeiten.

Da ihre Forschungsergebnisse von deutschen Wissenschaftlern zunächst missachtet wurden, teilte sie diese 1891 dem englischen Physiker und späteren Nobelpreisträger John William Strutt, 3. Baron Rayleigh mit, der für deren sofortige Veröffentlichung (etwa im Fachblatt Nature) sorgte, was Agnes Pockels und ihre Arbeit in Deutschland umgehend bekannt machte. Am Physikalischen Institut in Braunschweig erhielt sie daraufhin Arbeitsmöglichkeiten und ferner Einladungen aus weiteren Städten.

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Straßenname Agnes-Pockels-Bogen
Benennung 14.6.2007 Erstnennung
Stadtbezirk 10. Moosach | Alt-Moosach
Kategorie Personen Wissenschaftler  Chemikerin  
Lat/Lng 48.1740134 - 11.5324473   
Person Pockels Agnes (14.2.1862 [Venedig] - 21.11.1935 [Braunschweig])
GND 121819663
Konfession evangelisch
Straßenschlüssel 06548
Offiziell Agnes Pockels, geb. am 14.02.1862 in Venedig, gest. am 21.11.1935 in Braunschweig, Autodidaktin, Chemikerin. 1871 zog die Familie nach Braunschweig. Da Frauen damals nicht zum Studium zugelassen waren, bildete sie sich autodidaktisch weiter und entdeckte bedeutende Grundlagen auf dem Gebiet der Ober- und Grenzflächenspannung von Flüssigkeiten. 1882 erfand sie die heute noch benutzte "Schieberinne" zur Untersuchung der Oberflächen von Flüssigkeiten. 1932 erhielt Agnes Pockels für ihre bahnbrechenden Forschungen zur Oberflächenchemie als erste Frau die Ehrendoktorwürde der Technischen Hochschule Braunschweig.
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