Stadtportal zur Münchner Stadtgeschichte
Am 13. März gedenkt die Landeshauptstadt München alljährlich der Opfer des Völkermords an den Sinti*zze und Rom*nja. Am 13. März 1943 veranlasste die Münchner Polizei die Deportation von 141 Sinti*zze und Rom*nja aus München und Umgebung in das Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau. Bereits am 8. März 1943 begannen in München die Verhaftungen ganzer Familien. Viele der Frauen, Männer und Kinder fielen dort den Mordaktionen und den grausamen Bedingungen zum Opfer oder wurden in anderen Konzentrationslagern ermordet.
Nach Kriegsende setzten sich die Diskriminierung und Kriminalisierung der wenigen Überlebenden in Behörden, Schulen und Institutionen fort. Sie erfuhren weder eine Anerkennung als Opfer nationalsozialistischer Verfolgung noch erhielten sie Entschädigungsleistungen. Die Täter*innen hingegen konnten in den allermeisten Fällen ihre Karrieren ungebrochen weiterführen. Auch heute noch sehen sich Angehörige der Minderheit mit zahlreichen Vorurteilen konfrontiert.
Gedenkveranstaltung: „Wir sprechen für die, die schweigen mussten.“ Junge Stimmen für ein lebendiges Erinnern
Diskussion mit Marcella Herzenberger (RegionalverbandDeutscher Sinti und Roma – Schwaben e.V.), Radoslav Ganev (Romanity e.V.), Johann Mettbach (Madhouse München), Franz-Elias Schneck (Pro Sinti & Roma e.V.), Moderation: Özlem Sarikaya (Bayerischer Rundfunk)
| Veranstalter | NS-Dokumentationszentrum München |
| Datum | 13.03.2026 |
| Uhrzeit | 00:00 |
| Treffpunkt | NS-Dokumentationszentrum München Max-Mannheimer-Platz 1, Saal |
| Preis | gebührenfrei |
| Veranstaltungsart | Gedenkveranstaltung |