Stadtportal zur Münchner Stadtgeschichte
1560 [Deventer, Niederlande]
9.3.1620
<p>Aegidius Albertinus war ein bedeutender Schriftsteller, Übersetzer und Beamter der katholischen Gegenreformation. Er wurde 1560 in Deventer (heute Niederlande) geboren und starb 1620 in München. Über seine Ausbildung ist nur wenig bekannt, doch seine umfassenden Sprachkenntnisse lassen auf ein Studium im Ausland schließen.</p><p>Ab 1593 stand er im Dienst des bayerischen Hofes in München. Dort machte er Karriere als Hofratssekretär und übernahm später die Leitung der Hofbibliothek. In dieser Position hatte er großen Einfluss auf das geistige und kulturelle Leben der Residenzstadt.</p><p>Albertinus verfasste mehr als 50 Werke, vor allem Übersetzungen und Bearbeitungen aus dem Lateinischen, Italienischen, Französischen und Spanischen. Besonders bekannt wurde seine deutsche Fassung des Schelmenromans „Guzmán de Alfarache“, die er nicht nur übersetzte, sondern stark bearbeitete und moralisch umformte. Dadurch prägte er die Entwicklung der deutschen Barockliteratur nachhaltig.</p><p>Seine Schriften stehen ganz im Zeichen der Gegenreformation. Sie verfolgen das Ziel, katholische Glaubensinhalte zu vermitteln und moralische Werte zu stärken. Dabei verbindet er unterhaltsame Erzählformen mit belehrenden Inhalten.</p><p>Albertinus gilt als wichtiger Vertreter der frühen deutschen Barockliteratur, dessen Werke sowohl literarisch als auch religiös-politisch von großer Bedeutung sind und die Kultur seiner Zeit wesentlich mitgeprägt haben.</p>
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1739
1811
1
1
1465
1
1
1
1
1
1
8.6.1594 [Treuchtlingen]
17.11.1632 [Gefallen]
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1
2.1559 [Schloss Tilly im Herzogtum Brabant]
30.4.1632 [Ingolstadt]
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<p>Nur dem Interesse und der Umsicht der Münchner Bürgerin Anna Reitmorin ist es zu verdanken, dass Jörg Katzmairs Erinnerungen an den Münchner Bürgeraufstand der Wende vom 14. zum 15. Jahrhundert erhalten blieben. Reitmorin fand das Manuskript an einem verworfenen Ort und schrieb es mit großer Mühe ab, weil es die eigene Handschrift von Jörg Katzmair war.</p><p>Katzmair, Mitglied eines alten und wohlhabenden Münchner Patriziergeschlechts, war mehrfach Bürgermeister von München. Er dokumentierte die Unruhen von 1397 bis 1403 in seiner Chronik, die eine Zeit wirtschaftlicher Not und politischer Auseinandersetzungen beschreibt. Die Bürger verlangten Einsicht in die städtischen Finanzen und vertrieben die Patrizier, bildeten einen neuen Rat und besetzten städtische Schlüsselpositionen. Katzmair wurde zunächst in den Inneren Rat gewählt, musste jedoch 1398 fliehen. Sein Vermögen wurde eingezogen, und er suchte Schutz bei Herzog Ernst.</p><p>Die Unruhen endeten mit der Rückkehr der Herzöge Ernst und Wilhelm nach München im Jahr 1403, die wieder in ihre Rechte eingesetzt wurden. Die aufständischen Bürger wurden mit Geldstrafen belegt und teilweise verbannt. Katzmair und andere vertriebene Patrizier kehrten zurück und erhielten ihr Vermögen zurück.</p>
1665
29.1.1706 [Hingerichtet]
1
1
1
8.12.1765 [Waltershausen (Thüringen)]
4.12.1822 [München]
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1460
1530
1
<p>Erbauer der Kesselbergstraße</p>
2.5.1763 [Rieden am Staffelsee]
31.1.1840 [München][verunglückt]
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1
1532 [ Amberg]
1587
1
1716 [Essing b. Kelheim (?)]
1790
1
1
1763
1