Chronik des Jahres 1938

Eingemeindung großer Gebiete nach München 1938

1938 erfolgte die Eingemeindung großer Gebiete nach München.

Die evangelische Matthäuskirche wird abgerissen 1938 – 8. Mai

Die evangelische Matthäuskirche am Sendlinger-Tor-Platz wurde am 8. Mai 1938 entwidmet und kurz darauf im Zuge der nationalsozialistischen Stadtumgestaltung abgerissen.

Beginn des U-Bahnbaus unter Anwesenheit von Adolf Hitler 1938 – 22. Mai

In der Lindwurmstraße erfolgte der erste Spatenstich, der von den Nazis unter Anwesenheit von Adolf Hitler groß inszeniert wurde.

Die Hauptsynagoge wird abgebrochen 1938 – 10. Jun

Bereits Wochen vor der Reichspogromnacht ließ das NS-Regime die Münchner Hauptsynagoge am Lenbachplatz zerstören. Adolf Hitler störte sich bei einem Stadtbesuch an ihrem Anblick, woraufhin der Abbruch angeordnet wurde. Der Bauunternehmer Leonhard Moll erhielt den Auftrag, die Synagoge bis zum 8. Juli 1938 – dem Tag der Deutschen Kunst – vollständig zu entfernen. An ihrer Stelle entstand ein Parkplatz. Gleichzeitig wurde die Israelitische Kultusgemeinde gezwungen, ihre Verwaltung und den Betsaal in eine ehemalige Tabakwarenfabrik in der Lindwurmstraße zu verlegen.

Das Münchner Abkommen unterzeichnet 1938 – 29. Sep

1938 wurde im Brauen Haus in der Arcisstraße das Münchner Abkommen unterzeichnet, in dem das Sudetenland (vorher Teil der Tschechoslowakei) an Deutschland abgetreten wurde.

Das Münchner Abkommen unterzeichnet
Eröffnung des Jagdmuseums 1938 – 16. Okt

Im nördlichen Flügel des Nymphenburger Schlosses wird das Deutsches Jagdmuseum eröffnet. Den Grundstock stellte die weltbekannte Geweihsammlung des Grafen Arco-Zinneberg dar, die 1933 gekauft wurde.

Mit einer Hetzrede von Propagandaminister Joseph Goebbels beginnt die Reichsprogromnacht 1938 – 9. Nov

In München hält Joseph Goebbels eine Hetzrede vor führenden NSDAP-Funktionären. Er ruft zur „Vergeltung“ für das Attentat von Paris auf. Kurz darauf setzen organisierte Angriffe auf jüdische Geschäfte, Wohnungen und Synagogen ein. Die von höchster Stelle koordinierte Gewaltaktion markiert den Übergang von Diskriminierung zur offenen, systematischen Verfolgung.