Kunst und Memoria
Der Alte Südliche Friedhof in München
Denk Claudia, Ziesemer John
Inhaltsverzeichnis
<p>GELEITWORT<br />
Dr. h.c. Ferdinand Schmid und S.K.H. Herzog Max in Bayern<br />
Vorstand der Edith-Haberland-Wagner-Stiftung</p>
<p>VORWORTE<br />
Dr. Renate Eikelmann, Generaldirektorin des Bayerischen Nationalmuseums<br />
Dr. Michael Stephan, Leiter des Stadtarchivs München</p>
<p>DANK DER AUTOREN</p>
<p>EINE KURZE ANTHOLOGIE<br />
ZEITGENÖSSISCHE BLICKE AUF DEN FRIEDHOF</p>
<ul>
<li>Aus der Sicht der »Anderen« ...
<ul>
<li>... des Fremden in München 1807</li>
<li>... der englischen Kunststudentin und Literatin Anna Mary Howitt 1850</li>
</ul>
</li>
<li>Aus der Sicht der Münchner...
<ul>
<li>... im Kunst- und Gewerb-Blatt des Polytechnischen Vereins1818</li>
<li>... des Stadtchronisten Ulrich von Destouches 1836</li>
<li>... des Sekretärs der Akademie der Bildenden Künste Rudolph Marggraff 1846</li>
<li>... des Münchner Bankierssohns, »Scharfrichters« und Mitarbeiters des Simplicissimus Josef Ruederer um 1900</li>
</ul>
</li>
</ul>
<p>EINFÜHRUNG</p>
<ul>
<li>Claudia Denk • John Ziesemer</li>
<li>Der Stellenwert des Friedhofs aus deutscher und europäischer Perspektive</li>
<li>Die Kriegszerstörungen und ihre Folgen - vom Wiederaufbau zum Denkmal</li>
<li>Zum Forschungsprojekt
<ul>
<li>Forschungsstand</li>
<li>Methodischer Ansatz und Aufbau des Buchs</li>
<li>Auswahlkriterien des Katalogs</li>
<li>Quellen</li>
<li>Datierungs- und Zuschreibungsfragen 36</li>
</ul>
</li>
</ul>
<p>ZUR GESCHICHTE DES FRIEDHOFS<br />
VOM »FERTEREN« GOTTESACKER ZU MÜNCHENS ZENTRALFRIEDHOF</p>
<ul>
<li>Claudia Denk • John Ziesemer</li>
<li>Die Anfänge als Entlastungsfriedhof vor den Toren der Stadt</li>
<li>Das innerstädtische Bestattungsverbot von 1788 und die Einrichtung eines »allgemeinen Gottesackers«
<ul>
<li>Von der kirchlichen in die staatliche Verwaltung</li>
<li>Erste finanzielle Konflikte zwischen Staat und Stadt</li>
</ul>
</li>
<li>Der neue Zentralfriedhof zwischen staatlicher Initiative und städtischer Verwaltung - die erste große Erweiterung ab 1817
<ul>
<li>Von der staatlichen in die städtische Verwaltung - die Leichenbeerdigungsanstalt</li>
<li>Der Friedhof als königliche Bauaufgabe </li>
<li>Reaktionen in der Bevölkerung auf »Umzug« und Neuplanungen</li>
</ul>
</li>
<li>Die Erbauung des Campo Santo Ludwigs I.
<ul>
<li>Die Cholera-Epidemie von 1836 und erste Planungen - Verlegung oder Erweiterung?</li>
<li>Kräftemessen zwischen Stadt und König - wer übernimmt die Kosten?</li>
</ul>
</li>
<li>Vom Status des altehrwürdigen Beisetzungsorts zur allmählichen Auflassung</li>
<li>Rechtliche und finanzielle Grundlagen der Grabmalsetzung
<ul>
<li>Grabstellenerwerb und Gebührenstaffelung</li>
<li>Familiengräber und Deszendentenregelung</li>
<li>Auftrags- und Genehmigungsverfahren für die Errichtung der Grabmäler</li>
</ul>
</li>
<li>Die Würdigung des Friedhofs in der frühen Literatur</li>
</ul>
<p>ZUR PLANUNGS- UND BAUGESCHICHTE IM 19.JAHRHUNDERT<br />
<span style="line-height: 1.6em;">John Ziesemer</span></p>
<ul>
<li>Der Friedhof als Planungsaufgabe im Klassizismus</li>
<li>Gustav Vorherrs Friedhofsentwurf
<ul>
<li>... als Bestandteil des Stadtentwicklungskonzepts unter Max I.Joseph</li>
<li>»Zweckmäßigkeit und Oeconomie, Ordnung und Symmetrie« - Vorherrs Generalplan als Reflex aktueller französischer Architektureinflüsse</li>
<li>»Ein angenehmes, gartenähnliches Aussehen« - gärtnerische Konzepte unter dem Einfluss Sckells und die Grenzen ihrer Realisierung</li>
</ul>
</li>
<li>Ludwig I., Friedrich von Gärtner und die Idee eines italienischen Campo Santo für München
<ul>
<li>Vorbilder</li>
<li>Gärtners Umgang mit dem älteren Baubestand</li>
</ul>
</li>
<li>Ergänzungsplanungen des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts</li>
<li>Die Planungen Vorherrs und Gärtners - »Vorbild für alle deutschen Gemeinden«?</li>
<li>Leitlinien beim Wiederaufbau unter Hans Döllgast</li>
</ul>
<p>KUNST UND MEMORIA<br />
DIE KUNSTSTADT MÜNCHEN UND IHR ZENTRALFRIEDHOF<br />
Claudia Denk</p>
<p>DENKMAL ODER KUNSTWERK? - DIE GRABMÄLER AUS DER PERSPEKTIVE IHRER FUNKTIONEN</p>
<ul>
<li>Das Grabmal als Denkmal
<ul>
<li>Das Bildnis als »das schönste Denkmal«</li>
<li>»Porträt-Statuen auf die Gräber!«</li>
</ul>
</li>
<li>Ein Denkmal als Grabmal - der »Weihbrunnkessel« für die Oberländer Bauern
<ul>
<li>Zur Planung des Denkmals - Ort, Form, Stil und Material 1822-1831</li>
<li>Ludwigs »Weihbrunn« als Staatseigentum und vaterländisches Denkmal</li>
</ul>
</li>
<li>Das Grabmal als Kunstwerk
<ul>
<li>Der »schöne Tod« in München - Westenrieder, Mannlich und Franz Jakob Schwanthaler</li>
<li>Bertel Thorvaldsen und die Münchner Sepulkralkunst</li>
<li>»Sie schläft nur...«- das Doppelgrabmal für Johann Christian und Caroline von Mannlich</li>
</ul>
</li>
</ul>
<p>DIE MÜNCHNER RUHMESHALLE UNTER DEN ALTEN ARKADEN - EIN ERSTER ÖFFENTLICHER GEDENKORT FÜR DIE BAYERISCHE HAUPTSTADT</p>
<ul>
<li>Die Ruhmeshalle als »würdiger Tempel dankbaren Andenkens und bleibenden Nachruhmes«
<ul>
<li>Die Ehrenbüsten und Münchens neuer Ruf als Kunst- und Wissenschaftsstadt</li>
<li>Königlich, städtisch, bürgerlich?</li>
</ul>
</li>
<li>Die Alten Arkaden aus residenz- und hauptstädtischer Perspektive
<ul>
<li>Ein »edler« Bestattungsplatz für die »ersten Familien des Staates«</li>
<li>Wirtschaftsbürgerliche Nobilitierung und sepulkraler Aristokratismus</li>
</ul>
</li>
<li><span style="line-height: 1.6em;">Die Alten Arkaden aus stadtgemeindlicher Perspektive - die städtischen Ehrengrabmäler</span>
<ul>
<li>Fraunhofers Ehrengrabmal und das »Dreigestirn« des weltberühmten Optischen Instituts</li>
<li>Das Ehrengrabmal des »vaterländischen Geschichtsschreibers« Lorenz Westenrieder</li>
</ul>
</li>
<li>Die Bürgermeistergrabmäler von Mittermayr bis Widenmayer als Gemeindedenkmäler
<ul>
<li>Städtische Ehrengrabmäler für die verdienten Bürgermeister Mittermayr und Teng</li>
<li>Zwei Präzedenzfälle und ihre Folgen - die Bürgermeistergrabmäler von Bauer, Steinsdorf und Widenmayer unter den Neuen Arkaden</li>
</ul>
</li>
</ul>
<p>DER CAMPO SANTO LUDWIGS I. ALS KÖNIGLICHES GEDÄCHTNISPROJEKT UND »ERNSTES MUSEUM<br />
MONUMENTALER KUNST«</p>
<ul>
<li>Die Neuen Arkaden ein neues Pantheon? - die Grabmäler von Gärtner, Schwanthaler und Klenze
<ul>
<li>Herrscher- und Künstlermemoria in einem - Ludwigs Ehrengräber für Gärtner und Schwanthaler</li>
<li>Gärtner und Klenze - ein Architektenwettstreit post mortem</li>
<li>Die Künstlergrabmäler zwischen Gruppenidentität und individuellem Ruhmesanspruch</li>
</ul>
</li>
<li>Vom königlichen Gedächtnisprojekt zum Ort wirtschaftsbürgerlicher Repräsentation
<ul>
<li>Ein Wettstreit mit anderen Mitteln - die opulenten Grabmäler der Bierbarone Pschorr und Sedlmayr </li>
<li>Ein Resümee- Josef Ruederers »Grab des Herrn Schefbeck«</li>
</ul>
</li>
</ul>
<p>»EDLE MONUMENTE« FÜR DEN NEUEN ZENTRALFRIEDHOF<br />
DAS GRABMAL ZWISCHEN VORLAGENWERK UND KÜNSTLERENTWURF<br />
Claudia Denk • John Ziesemer</p>
<ul>
<li>Münchner Vorlagenwerke »zur allgemeinen Geschmacks=Veredelung«</li>
<li>Der individualisierte Künstlerentwurf im Klassizismus
<ul>
<li>Entwürfe von Klenze und Gärtner</li>
<li>Entwürfe von Ludwig von Schwanthaler und Eduard Metzger</li>
</ul>
</li>
<li>Gebaute Privilegien - Grabkapellen von Ohlmüller, Metivier und Zenetti</li>
<li>Die Wiederentdeckung des »christlichen« Grabmals
<ul>
<li>Künstlerentwürfe der Neugotik - Entres, Sickinger und Foltz</li>
<li>Wandgemälde der Spätnazarener-Schraudolph und Seibertz</li>
</ul>
</li>
</ul>
<p>BUNTE GRABMÄLER FÜR GRIECHISCHE HELDEN<br />
DER STREIT UM DIE ANTIKE FARBIGKEIT UND SEINE AUSWIRKUNGEN AUF DIE MÜNCHNER SEPULKRALKUNST<br />
Claudia Denk ■ Stefan Simon • John Ziesemer</p>
<ul>
<li>Weiß oder farbig? - Monochromie und Polychromie im Klassizismus</li>
<li>Neugriechische Helden - (alt-)griechische Grabmäler
<ul>
<li>Elias Mauromichalis - ein griechischer Freiheitskämpfer</li>
<li>Leonidas auf dem Münchner Gottesacker</li>
<li>Der Philhellene, Politiker und Künstler Carl von Heideck</li>
</ul>
</li>
<li>Die Griechengrabmäler unter dem Mikroskop - Rot und Blau, Zinnober und Cobalt</li>
<li>Farbiges Mittelalter - farbige neugotische Grabmäler</li>
<li>Flüchtige Farbe</li>
</ul>
<p>DIE ÄSTHETIK DER (GRAB-)STEINE<br />
GESTEINSMODEN UND GESTEINSPOLYCHROMIE<br />
Claudia Denk ■ John Ziesemer</p>
<ul>
<li>(Grab-)Gesteine zwischen Tradition und Innovation</li>
<li>Zwei Fallbeispiele - Gesteine und ihre Semantisierung im Rahmen familienpolitischer Grabmalstrategien
<ul>
<li>Roter Knollenkalk und Tegernseer Kalkstein - Gesteine in retrospektiver Verwendung</li>
<li>Blütenweißer Marmor - christliche Unbeflecktheit</li>
</ul>
</li>
<li>Hart und bunt - neue Gesteine im Dienst einer dauerhaften Memoria</li>
</ul>
<p>ERZ VERSUS STEIN<br />
BRONZE ALS ERFOLGREICHES »MEMORIALMEDIUM«<br />
Claudia Denk • John Ziesemer</p>
<ul>
<li>Die Gusseisenmode des frühen 19. Jahrhunderts
<ul>
<li>Klassizistische Stelen und Sarkophage</li>
<li>Zurück zum Schmiedeeisen</li>
</ul>
</li>
<li>Die Sepulkralkunst als wichtiger Produktionszweig der Königlichen Erzgießerei
<ul>
<li>Johann Baptist Stiglmaier und die bronzene Grabplastik</li>
<li>Ferdinand von Miller d.Ä. und die Porträtbüste in Bronze und Zink</li>
<li>Eine gusstechnische Meisterleistung - der monumentale Kruzifixus des Campo Santo</li>
<li>Die Fortentwicklung der Königlichen Erzgießerei unter der jüngeren Generation</li>
<li>Der Verlust ihrer Monopolstellung auf dem Friedhof</li>
<li>Die serielle Produktion von Grabfiguren</li>
</ul>
</li>
</ul>
<p>RESTAURIEREN UND STUDIEREN<br />
DAS GRABMAL DES WEINGASTGEBERS FRANZ ALBERT D.Ä.<br />
Michael Pfanner<br />
<br />
KATALOG<br />
DER AUSGEWÄHLTEN GRABSTÄTTEN<br />
ALTER TEIL</p>
<ul>
<li>STEPHANSKIRCHE</li>
<li>MAUER RECHTS</li>
<li>MAUER LINKS</li>
<li>ALTE ARKADEN</li>
<li>GRABFELDER 1-14</li>
<li>GRABFELDER 15-26</li>
</ul>
<p>NEUER TEIL • CAMPO SANTO</p>
<ul>
<li>NEUE ARKADEN</li>
<li>GRABFELDER 27-42</li>
</ul>
<p>KÜNSTLERBIOGRAPHIEN MIT WERKVERZEICHNISSEN<br />
DIE FÜR DEN ALTEN SÜDLICHEN FRIEDHOF TÄTIGEN ARCHITEKTEN, BILDHAUER, GIESSER, MALER UND STEINMETZEN<br />
Claudia Denk • John Ziesemer</p>
<p>ANHANG</p>
<ul>
<li>QUELLEN IN AUSWAHL
<ul>
<li>Auflösung der innerstädtischen Bestattungsplätze</li>
<li>Architektur und Ausgestaltung</li>
<li>Grabmal als Denkmal</li>
<li>Auftragsvergabe für Grabmäler </li>
<li>Konflikt der Zuständigkeit zwischen Steinmetzen und Bildhauern</li>
<li>Gräberordnungen von 1819 und 1874/1883</li>
</ul>
</li>
</ul>
<p>LITERATUR<br />
VERZEICHNIS DER QUELLEN IN DEN ARCHIVEN UND SAMMLUNGEN<br />
VERZEICHNIS DER IM BUCH GENANNTEN<br />
PERSONEN UND GRABSTÄTTEN<br />
ABBILDUNGSNACHWEIS<br />
IMPRESSUM</p>