Adel und Alltag am Münchener Hof
Die Schreibkalender des Grafen Johann Maximilian IV. Emanuel von Preysing-Hohenaschau (1687-1764)
Pongratz Stefan
Inhaltsverzeichnis
<p>Vorwort</p>
<p>I. Einleitung<br />
I.1. Forschungsstand<br />
I.1.1. Adel in Bayern<br />
I.1.2. Hofforschung<br />
I.2. Quellen<br />
I.2.1. Tagebücher<br />
I.2.2. Die „Basis" der Preysing-Tagebiicher: vorgedruckte Schreibkalender<br />
I.2.3. Quellenkritik<br />
I.2.4. Die Tagebücher des Grafen Johann Max IV. Emanuel von Preysing<br />
Umfang und Überlieferungsproblematik<br />
Motivationen des Schreibens bei Max Preysing<br />
Anregungen im persönlichen Umfeld<br />
Funktionen des Schreibkalenders<br />
Verschiedene "Schichten" des Eintragens<br />
Private Funktionen<br />
Öffentliche Funktionen?<br />
Vergleiche<br />
Zur sprachlichen Verortung der Tagebücher Preysings<br />
Fremdsprachlicher Einfluss<br />
I.3. Fragestellungen der Arbeit<br />
I.4. Theorie und Methode<br />
I.4.1. Alltag und Alltäglichkeit als Leitkategorien<br />
I.4.2. Methodisches Vorgehen<br />
I.4.3. Anmerkungen zur Repräsentativität</p>
<p>II. Graf Johann Maximilian IV. Emanuel von Preysing<br />
II.1. Herkunft aus altem Adel<br />
II.2. Zur Person des Grafen Johann Maximilian IV. von Preysing<br />
II.2.1. Schulische und universitäre Ausbildung<br />
II.2.2. Aufstieg in der höfischen Ämterhierarchie<br />
II.2.3. Die Nähe zu den Kurfürsten als Besonderheit<br />
Hintergründe und Vorbedingungen<br />
Konkretisierungen und Auswirkungen<br />
Preysings Verhältnis zu Kurfürst Max Emanuel<br />
Ein Freund und Minister für Karl Albrecht<br />
Max III. Josephs besorgter Prinzenerzieher<br />
Max Preysing auf einem Jagdporträt des Clemens August<br />
II.2.4. Charakterzüge des Grafen Max von Preysing<br />
II.3. Hofmarken, Sitze und eine Herrschaft - die Besitzungen als Fundament Adeliger Existenz<br />
II.3.1. Das Preysing-Palais und die Münchener Besitzungen - Prunkbauten unter den Augen des Fürsten<br />
Bei der Tafel im Palais: Leise Anklänge an das fürstliche Tischzeremoniell<br />
II.3.2. Hohenaschau - Ort Adeliger Repräsentation und wirtschaftliches Juwel<br />
II.3.3 Kronwinkl - Stammsitz des gesamten Adelsgeschlechtes<br />
II.3.4. Reichersbeuern und Sachsenkam - Sitze des Großvaters und des Vaters<br />
II.3.5. Brannenburg, Klein- und Großholzhausen - erste eigene Erwerbungen.<br />
II.3.6. Alt- und Neubeuern - Marktflecken und Gunetzrhainer-Schloss<br />
II.3.7. Söllhuben und Farnach - alter Familienbesitz der PreysingHohenaschau<br />
II.3.8. Ainhofen/Maxhofen - ein Schlösschen bekommt den Namen des Grafen<br />
II.3.9. Weitere Hofmarken und Sitze<br />
II.3.10. Vergleiche mit anderen Adeligen<br />
II.4. Dingbesitz und Dingbedeutsamkeit - Das Inventar von 1721<br />
II.5. Preysings Wirken für Rang und Memoria des Hauses <br />
II.5.1. Die Turniermäßigkeit als Rangkriterium<br />
II.5.2. Das Wappen als Symbol der Familie<br />
II.5.3. Grabdenkmäler für die Grafen Preysing<br />
II.5.4. Die Beschäftigung mit der eigenen Genealogie</p>
<p>III. Aspekte eines Adeligen Lebens am Fürstenhof<br />
III.1. „ich aber bin hier verbliben" - Selbstthematisierungen und Selbstbezüge<br />
III.1.1. Ostentative Teilnahme am Hofleben<br />
III.1.2. Abgrenzung und Absetzung von üblichen Unternehmungen<br />
III.1.3. Nähe zu Angehörigen des Fürstenhauses <br />
III.1.4. Dienstliche Bereiche<br />
III.1.5. Persönliche Einflussbereiche, außerdienstliche Unternehmungen und Widerfahrnisse<br />
III.1.6. Graf Preysing beobachtet sich selbst<br />
III.1.7. Thematisierung der eigenen Beobachterposition<br />
III.1.8. Zusammenfassung<br />
III.2. „zu hauß die brief zugemacht, hinach zur conversation" - Persönliche Kommunikationsnetze<br />
III.2.1. Mündliche Kommunikationszirkel Der Münchener Hof und die Hofgesellschaft<br />
Preysings Anbindung an auswärtige Höfe<br />
Familie und Verwandtschaft<br />
Weitere Personenzirkel und Tischgesellschaften in und um München<br />
III.2.2. Schriftliche Kommunikationszirkel Personen am Münchener Hof und Angehörige des bayerischen Adels<br />
Personen an anderen Höfen<br />
Briefwechsel mit Familienangehörigen und Verwandten<br />
Korrespondenz mit den eigenen Untergebenen<br />
Situationsgebundener Briefverkehr mit verschiedenen Personen<br />
III.2.3 Zusammenfassung und Vergleich mit dem Kommunikationsverhalten des LandAdels<br />
III.3. Zwei glücklose Ehen<br />
III.3.1. Die erste Ehe mit Maria Anna Josepha Theresia Brigitta Gräfin von Rechberg auf Hohenrechberg<br />
III.3.2. Die zweite Ehe mit Maria Theresia Anna Cäcilia Gräfin Fugger von Nordendorf<br />
III.3.3 Zusammenfassung<br />
III.4. „geheimber rhat biß halb 7 Uhr" - Tätigkeiten bei Hof.<br />
III.4.1. Schlaglichter auf politische Aufgaben<br />
III.4.2. Preysings dienstliche Verpflichtungen nach seinen Aufzeichnungen <br />
Die Tätigkeit im Geheimen Rat<br />
Die Geheime Konferenz<br />
Berührungspunkte mit der Landschaft<br />
Die Verpflichtungen in den Hofämtern<br />
III.4.3 Zusammenfassung</p>
<p>IV. Der Münchener Hof aus Adeliger Perspektive<br />
IV.1. Bewegungen und Konstanz im Raum<br />
IV.1.1. „Der Hof als Summe räumlicher Bezugspunkte<br />
Die Residenz München - Repräsentationszentrum und weitläufiges Stadtschloss<br />
Schloss Nymphenburg - Sommerschloss mit Gartenburgen<br />
Die Schlösser Alt- und Neu-Schleißheim und Lustheim - Gestüt und Jagdstützpunkt<br />
Fürstenried - Schlösschen inmitten des Jagdparks<br />
Schloss Dachau - Aufenthaltsort von Kurfurstin Therese Kunigunde<br />
Schloss Lichtenberg am Lech - Reiherjagd im Frühsommer<br />
Haag und Leonsberg - weitere Jagdschlösser<br />
Zusammenfassung<br />
IV.1.2. „auf der wällischen schesa" - Reisen und Mobilität<br />
Reisen mit Karl Albrecht<br />
Italienfahrten<br />
Die Brautfahrt Karl Albrechts 1722<br />
Reise nach Frankreich und in die Niederlande 1725<br />
Reisen nach Mannheim und Bonn 1728 und 1732/33<br />
Die Fahrt nach Ellingen 1733<br />
Das Treffen Wittelsbach-Habsburg in Melk 1739<br />
Fahrten zu Kriegszügen<br />
Reisen nach Ungarn zur Türkenfront 1717 und 1718<br />
Feldzug nach Oberösterreich und Prag 1741/42<br />
Diplomatische Missionen<br />
Reise nach Reichstadt 1718<br />
Reise nach Bonn und Münster 1723/24<br />
Eine Fahrt nach Linz 1732<br />
Die Mission nach Wien 1733/34 zur kurbayerischen Lehensempfangnis<br />
Die Begleitung einer wittelsbachischen Braut nach Rastatt 1755<br />
Private Fahrten des Grafen Max von Preysing<br />
Reisen nach Prag 1718 und 1722<br />
Fahrten mit familiärem Hintergrund<br />
Reisen zur Gesundung<br />
Preysings eigene Herangehensweise an Reisenotizen<br />
Zusammenfassung<br />
IV.2. „ä l'ordinaire"- Zeitlichkeit in Rhythmen am Münchener Hof<br />
IV.2.1. Schematisierte Tages- und Wochenstrukturen<br />
Die Struktur des Tages bei Hof<br />
Der Wochenrhythmus am kurfürstlichen Hof<br />
IV.2.2. Die Jahresstruktur<br />
IV.2.3 Zusammenfassung<br />
IV.3. Die Hofgesellschaft: Zeremoniell und Personenkreise<br />
IV.3.1. Das Zeremoniell als Vorgabe für Begegnung<br />
„... und observierte ich..." - Preysings Blick auf das Zeremoniell<br />
Öffentlich, retiriert, incognito<br />
Ausfahrten<br />
Das Tafelwesen<br />
Exemplarischer Ablauf einer Tafel - Kurfürst und Kardinal im Kloster<br />
Pele-mele-Tafeln<br />
Das Trinken auf die fürstliche Gesundheit<br />
Audienzen und Diplomatenbesuche<br />
Zusammenfassung<br />
IV.3.2. Die Hofgesellschaft, von innen betrachtet<br />
Die grundlegende Struktur des Münchener Kurfürstenhofes im 18. Jahrhundert<br />
Die Stabsministerien des kurfürstlichen Hofstaates<br />
Nachgeordnete Ämter und Hofstaaten der Fürstenfamilie<br />
Untere Dienstränge am Hof<br />
Preysings Blick auf die Kurfürsten und die fürstliche Familie<br />
Max Emanuel<br />
Karl Albrecht<br />
Max III. Joseph<br />
Weitere Mitglieder der kurfürstlichen Familie<br />
Die Kurfürstinnen und weibliche Angehörige des Herrscherhauses<br />
Das Frauenzimmer zwischen Passivität und Parforcejagd<br />
Wahrnehmungen des Adels am Hof durch einen HofAdeligen<br />
Hochzeiten und Kindsgeburten<br />
Geburtstage und Namenstage<br />
Konflikte und Duelle<br />
Todesfalle<br />
Zusammenfassung</p>
<p>IV.4. Ereignisse: Elemente des Alltäglichen am Hof<br />
IV.4.1. Solennitäten und Divertissements - Festformen, Feiern und Unterhaltungen<br />
Solennitäten<br />
Veranstaltungen des Ritterordens vom Hl. Georg<br />
Divertissements<br />
Appartements und Anticamera, Hofgärten und Akademien<br />
Kartenspiele<br />
Ballspiele<br />
Turniere und Caroussells<br />
Lustfahrten mit Schlitten, auf dem Bucentaurus und mit der Starnberger Lustflotte<br />
Opern, Theater, Musik<br />
Faschingsfeste und Maskeraden<br />
Redouten<br />
Bauernhochzeit und Königsmahl<br />
Bälle und Tanz<br />
Gauklerauftritte<br />
Die Jagd als das vornehmste Divertissement<br />
Zeitgenössische Jagdmethoden<br />
Die Beizjagd mit Falken und Habichten<br />
Eingestellte Jagden<br />
Die Parforcejagd<br />
Wasserjagden - Prunkstücke der waidmännischen Lustbarkeiten in Kurbayern<br />
Weitere Jagdformen und bejagte Tiere<br />
Gefahren der Jagd<br />
Preysings Beteiligung an Hofjagden und die Adelige Jagd abseits der Hofpflichten<br />
Zusammenfassung<br />
IV.4.2. „die littaney mit 2 Seegen" - Frömmigkeitspraxis bei Hof<br />
Kurfürstliche Religionsausübung und städtische Sakraltopographie<br />
Die Pfarr- und Stiftskirche Unsere Liebe Frau und die Pfarrkirche St. Peter<br />
Das Jesuitenkolleg und die Kirche St. Michael<br />
Das Theatinerkloster und die Kirche St. Kajetan<br />
Das Franziskanerkloster und die Kirche St. Antonius<br />
Das Augustinerkloster und die Kirche St. Johannes der Täufer und St. Johannes Evangelist<br />
Das Karmeliterkloster und die Kirche St. Maria vom Berge Karmel und St. Nikolaus<br />
Das Kapuzinerkloster und die Kirche St. Franziskus<br />
Das Klarissenkloster am Anger und die Kirche St. Jakob<br />
Das Paulanerkloster St. Karl Borromäus in der Au<br />
Das Herzogspital zu St. Elisabeth und Rochus und das Josephspital<br />
„Schluß des gebetts mitlß der proceßion" - Formen der Anbetung<br />
Mehrstündige Gebete<br />
Kirchliche Jubiläen<br />
Besuche der Heiligen Gräber<br />
Ölbergandachten<br />
Prozessionen<br />
Wallfahrten<br />
Preysings persönliche Frömmigkeit<br />
Die dingliche Seite von Preysings persönlicher Frömmigkeit<br />
Zusammenfassung<br />
IV.4.3. Körperlichkeit: Gesundheit, Krankheit und Tod<br />
Erkrankungen<br />
Medizinische Maßnahmen: Aderlässe und Abfuhrmittel als Vorbeugung und Therapie<br />
Der Tod<br />
Zusammenfassung<br />
IV.4.4. Kontextualisierungen durch Vergleiche</p>
<p>V. Schlussbetrachtung</p>
<p>VI. Quellen-und Literaturverzeichnis<br />
VI.1. Ungedruckte Quellen<br />
VI.2. Gedruckte Quellen<br />
VI.3. Literatur<br />
VI.4. Abkürzungsverzeichnis</p>
<p>VII. Anhang<br />
VII.1. Itinerare der Auslandsreisen in den Schreibkalendern<br />
VII.2. Transkription: Schreibkalender Graf Johann Max Emanuel von Preysing, 29. Januar bis 4. März 1730<br />
VII.3. Karten<br />
VII.4. Abbildungsnachweis</p>
<p>Personenregister<br />
Ortsregister </p>