Außenpolitik der Reichsstadt Nürnberg im 15. Jahrhundert
Korrespondenz und Gesandtschaften des Nürnberger Rates
Bibliografische Angaben
| Autor:in | Abe-Kosaka Hiromi |
|---|---|
| Herausgeber:in | Stadtarchiv Nürnberg |
| Verlag | Schmidt, Philipp |
| Jahr | 2022 |
| Seiten | 924 |
| ISBN | 3877072038 / 9783877072035 |
| Serie | Nürnberger Werkstücke zur Stadt- und Landesgeschichte |
Inhalt
Die engen Beziehungen der Reichsstadt Nürnberg zu den deutschen Königen und Kaisern sind bekannt. Im 15. Jahrhundert pflegte der Nürnberger Rat aber auch regelmäßige Kontakte mit den benachbarten Territorien und Herrschaften. Einerseits entsandte er Briefboten, andererseits machten sich Ratsherren und Gelehrte als Gesandte auf den Weg zu den Nachbarn: Pro Jahr waren es durchschnittlich 470 Briefe und 35 Gesandtschaften. Ausgewertet wurden spätmittelalterliche serielle Quellen im Staatsarchiv Nürnberg, in erster Linie die Briefbücher des Inneren Rates mit den Abschriften der nach außen gesandten Briefe und die Reisekostenvermerke der Gesandten in den Rechnungsbüchern. Auf dieser Quellengrundlage werden Adressaten und Verhandlungspartner untersucht sowie die Anlässe der Kontaktaufnahme analysiert und interpretiert. Deutlich herausgearbeitet wird dabei das Bestreben des Rates, durch die rege Kommunikation mit den benachbarten Fürsten und Städten Konflikten vorzubeugen, die regionale Ordnung zu erhalten und die Interessen der Reichsstadt und ihrer Bürger zu schützen. Nicht nur die Reichspolitik, sondern auch diese regionale "Außenpolitik" trug zur Blüte der Stadt Nürnberg im Spätmittelalter bei.
Inhaltsverzeichnis
Vorwort
I. Einleitung
- Forschungsstand
1.1. Reichsgeschichte
1.2. Stadtgeschichte
1.3. Kommunikationsgeschichte Geschichte der Korrespondenz, der Gesandtschaft und des Botenwesens
1.4. Auftreten der Gelehrten als Gesandte - Fragestellung
- Quellenlage und Methode
II. Voraussetzungen der „Außenpolitik“: Der Nürnberger Rat und seine rechtlichen Beziehungen zu anderen Herrschaften
- Die Geschichte der Stadt Nürnberg und ihre Ratsverfassung
1.1. Stadtgeschichte
1.2. Ratsverfassung - Rechtliche Beziehungen zu anderen Herrschaften
2.1. Ausbau der städtischen Verwaltung unter dem Rat
2.1.1. Gerichtswesen
2.1.2. Gesetzgebung
2.1.3. Bürgerrecht
2.1.4. Juden
2.1.5. Gewerbe
2.1.6. Steuer
2.1.7. Zoll
2.1.8. Geleit in der Stadt.
2.1.9. Münzwesen
2.1.10. Vorratshaltung
2.1.11. Renten
2.1.12. Bankierstätigkeiten des Rates
2.1.13. Kriegswesen
2.2. Beziehungen zu auswärtigen Gerichten
2.3. Wirtschaftliche Beziehungen
2.3.1. Zollfreiheiten
2.3.2. Handelsmessen und Messegeleit
2.3.3. Behinderungen in den Handelsbeziehungen
2.4. Beziehungen zur Kirche
2.5. Territoriale Ausweitung - Landbesitz unter der Kontrolle des Nürnberger Rates
2.6. Vereinigungen mit anderen Herrschaften
2.7. Leistungen für den König, das Reich und den Papst
2.7.1. Stadtsteuer
2.7.2. Beteiligung an militärischen Unternehmen und andere finanzielle Unterstützungen
2.7.3. Reichstag (Reichsversammlung)
2.7.4. Reichskleinodien.
2.7.5. Reichsregiment
2.7.6. Konzile
III. Korrespondenz und Gesandtschaft
- Korrespondenz
1.1. Briefe
1.1.1. Briefe des Nürnberger Rates
1.1.2. Briefe außerhalb des Rates
1.1.3. Informationsaustausch
1.2. Beförderung
1.2.1. Boten des Nürnberger Rates
1.2.2. Boten anderer Herrschaften
1.2.3. Briefbeförderung Nürnbergs für andere Herrschaften
1.2.4. Entwicklung der Briefbeförderung in der frühen Neuzeit: Die Thurn und Taxis-Post und die städtischen
Ordinari-Boten - Gesandtschaft
2.1. Ratsherren
2.1.1. Familiäre Bedingungen
2.1.2. Stellung im Rat
2.1.3. Empfang des Königs und anderer Fürsten
2.1.4. Kriegsangelegenheiten
2.1.5. Handel und Geldgeschäfte
2.1.6. Familiäres und Gastgeber der Könige und Fürsten
2.1.7. Bildungshintergrund
2.2. Ratsangestellte und andere Personen
2.2.1. Gelehrte
2.2.1.1. Prokuratoren/Syndici
2.2.1.2. Juristen
2.2.2. Andere Ratsangestellte
2.2.2.1. Schreiber
2.2.2.2. Söldner und Diener
2.2.2.3. Büchsenmeister und andere Handwerker
2.3. Ständige Vertreter außerhalb der Stadt.
2.3.1. Kammergericht am Kaiserhof
2.3.2. Kurie
2.3.3. Andere ständige Vertreter außerhalb der Stadt
2.3.4. Heimliche Knechte (Spione)
2.3.5. Entwicklung der ständigen Vertreter im 15. Jahrhundert - Vergleich mit den italienischen ständigen Gesandten
2.4. Reisen der Gesandten
IV. Verhandlungspartner
- Adressaten der Nürnberger Briefe
1.1. Bevorzugte Korrespondenzpartner
1.1.1. Ständische Analyse
1.1.1.1 Städte
1.1.1.2. Fürsten
1.1.1.3. Verwalter
1.1.1.4. Ratsherren
1.1.1.5. Ratsangestellte und Ratsbeteiligte
1.1.1.6. Einzelpersonen
1.1.2. Langfristige Korrespondenzpartner
1.1.3. Entwicklung während des 15. Jahrhunderts
1.1.4. Hintergründe der Entwicklung
1.2. Adressaten der Ratsgeschäftsjahre 1406,1431,1460 und 1490
1.2.1. Ratsgeschäftsjahr 1406
1.2.2. Ratsgeschäftsjahr 1431
1.2.3. Jahr 1460
1.2.4. Ratsgeschäftsjahr 1490
1.2.5. Gemeinsame Merkmale der vier Jahre und Veränderungen im 15. Jahrhundert. - Verhandlungspartner der Nürnberger Gesandten
2.1. Bevorzugte Verhandlungspartner
2.1.1. Bestimmte Herrscher.
2.1.2. Tage und Versammlungen
2.1.3. Landgerichte
2.2. Verhandlungspartner der Rechnungsgeschäftsjahre 1406,1431,1460 und 1490
2.2.1. Rechnungsgeschäftsjahr 1406
2.2.2. Rechnungsgeschäftsjahr 1431
2.2.3. Rechnungsgeschäftsjahr 1460
2.2.4. Rechnungsgeschäftsjahr 1490
2.3. Beziehungen einzelner Ratsherren zu bestimmten Empfängern
2.4. Kommunikationsmittel und Verhandlungspartner
V. Themen der Briefe und Gesandtschaften
- Einordnung der Themen
- Themen der Briefe aus den Jahren 1406,1431,1460 und 1490
2.1. Reichsangelegenheiten
2.1.1. Feldzüge
2.1.2. Reichstage und andere Versammlungen
2.1.3. Münzwesen
2.1.4. Andere Themen
2.2. Regionale Angelegenheiten
2.2.1. Münzfälschungen und Kontrolle über die Münzen
2.2.2. Verbrecher
2.2.3. Politische Vereinigungen: Landfrieden und andere Bündnisse
2.2.4. Politische Streitigkeiten, Schlichtungsversuche und Bitten um Schlichtung
2.2.5. Übermittlung von Briefen benachbarter Herrschaften
2.3. Angelegenheiten der Stadt Nürnberg
2.3.1. Messegeleit, Kaufmannsgeleit
2.3.2. Einführung neuer Zölle und Geleitsabgaben für Nürnberger Kaufleute
2.3.3. Angelegenheiten der Kirchen in und um Nürnberg
2.3.4. Angelegenheiten Nürnberger Handwerker
2.3.5. Angelegenheiten von Ratsherren und Ratsangestellten
2.3.6. Geldgeschäfte des Rates
2.3.7. Nürnberger Rechte und Privilegien
2.3.8. Andere Themen
2.4. Angelegenheiten einzelner Einwohner
2.4.1. Ladungen vor Gerichte
2.4.2. Hindernisse und Probleme bei der Handelstätigkeit einzelner Nürnberger Kaufleute
2.4.3. Einsatz des Rates für die Korrespondenz einzelner Einwohner
2.4.4. Aufgabe des Nürnberger Bürgerrechts
2.4.5. Erteilung des Geleits in Nürnberg
2.4.6. Andere Themen - Themen der Gesandtschaften.
3.1. Reichsangelegenheiten
3.2. Regionale Angelegenheiten
3.2.1. Münzwesen
3.2.2. Landfriedenseinung und andere Einigungen
3.2.3. Teilnahme an Schiedstagen und Schlichtungsversuchen
3.3. Angelegenheiten der Stadt.
3.3.1. Teilnahme an den Feierlichkeiten der benachbarten Herrscher - Anteilnahme bei Krankheit und Tod und
Besuch einer Hochzeit
3.3.2. Nürnberger Rechte und Privilegien
3.3.3. Andere Angelegenheiten
3.4. Angelegenheiten einzelner Einwohner. - Tätigkeiten der Gelehrten.
4.1. Prokuratoren
4.2. Juristen
Zusammenfassung und Ausblick
Anhang
Abkürzungen und Siglen
Tabellen- und Abbildungsverzeichnis
Tabellen
Abbildungen
Quellen- und Literaturverzeichnis
Orts- und Personenregister