Publikationen zu München

Maria Probst 1902-1967

Titel Maria Probst 1902-1967
Autor Höpfinger Renate 
Verlag Hans Seidel Stiftung
Erscheinung Mai 2017
Seiten 230
ISBN-10 3887955293
ISBN-13 978-3887955298
Regierungsbezirk Oberbayern
Straße Maria-Probst-Straße 

 

 

Die Reihe der Bayerischen Lebensbilder rückt in Kurzbiografien und Selbstzeugnissen Personen und Ereignisse der bayerischen Zeit- und Landesgeschichte in den Mittelpunkt. Der Fokus liegt dabei, ausgehend von den Materialien und Forschungsergebnissen des Archivs für Christlich-Soziale Politik der Hanns-Seidel-Stiftung, auf den Vertretern der größten bayerischen Nachkriegspartei, der CSU.

Der vierte Band thematisiert Leben und Wirken von Maria Probst. Die ihr zugewiesenen Beinamen „Maria Hilf'und „Maria Heimsuchung" charakterisieren ihren außergewöhnlichen Einsatz für die Kriegsopfer und Hinterbliebenen. Die von Konrad Adenauer gewählte Titulierung als die „teuerste Frau des Bundestages" verweist auf den Erfolg ihres herausragenden sozialpolitischen Engagements. Ihr politischer, beherzt zupackender Einsatz galt zunächst der Linderung der Not und dem Wiederaufbau, daneben aber vor allem dem „Friedensprojekt" Europa. Sie setzte sich leidenschaftlich und nachdrücklich für die Friedenssicherung, die Aussöhnung von Deutschland und Frankreich, für die Schaffung eines gemeinsamen Europa ein. Eine besondere Rolle wies sie dabei den Frauen zu, die sie unermüdlich zu politischem Engagement ermunterte und die sie durch Erziehung und politische Bildung fit machen und zu politischer Aktion befähigen wollte.

1967, bei ihrem überraschenden Tod, war die 64jährige Maria Probst, die erste Frau, die zur Vizepräsidentin des Bundestages gewählt worden war; sie war die bekannteste CSU-Politikerin und eine der bekanntesten deutschen Politikerinnen überhaupt.

Navigation