Damit in Bayern Frühling werde!
Die syndikalistische Arbeiterbewegung in Südbayern von 1914 bis 1933
Bibliografische Angaben
| Autor:in | Döhring Helge |
|---|---|
| Verlag | Verlag Edition AV |
| Jahr | 2007 |
| Seiten | 285 |
| ISBN | 393604984X / 9783936049848 |
| Suchbegriffe | Revolution 1918/19 |
Inhalt
Bereits vor dem Ersten Weltkrieg war die aus der Sozialdemokratie hervorgegangene revolutio-näre syndikalistische Arbeiterbewegung in einigen Betreiben Münchens fest verankert. Wie sie die Kriegszeit überstand, was sie mit der Revolution und der Räterepublik zu tun hatte und wie sie sich in der Weimarer Zeit in Südbayern ausbreitete, ist Gegenstand dieses Buches.
Wer waren diese syndikalistischen Arbeiter und was bewirkten sie?
Anhand vielerlei Quellenmaterials führen die Spuren von München ausgehend in die alte Reichsstadt Augsburg, nach Dachau, Tagmersheim, Pappenheim, Rögling, Erding, Moosburg bis an den Chiemsee nach Trostberg. Ihre gewerkschaftlichen Aktivitäten werden hier genauso be-leuchtet, wie das Engagement der Anarcho-Syndikalisten im Kulturbereich. Sie hatten vornehm-lich Einfluss auf dem Gebiet der Sexualaufklärung, in der Freidenkerbewegung und in der Arbei-tersängerbewegung. Dazu kamen Frauen- und Jugendorganisationen. Ihr größtes öffentlich-kulturelles Werk vollbrachten die Syndikalisten zu Ehren Gustav Landauers, welchem sie im Münchner Waldfriedhof ein Denkmal errichteten.
Inhaltsverzeichnis
- Vorwort
- Einleitung
I. Die Freie Vereinigung deutscher Gewerkschaften (FVDG)
- München - die werdende Metropole 20 Syndikalistische Anfänge
- Die Freie Vereinigung im ersten Weltkrieg
II. Revolution und Syndikalismus 1918-1920
- Die syndikalistische Presse zur Revolution
- Die Solidaritätsarbeit der Syndikalisten
- Kapp-Putsch und Revolution 1920
III. Die syndikalistischen Berufs- und Branchenvereinigungen der FVDG/FAUD in München nach 1918
- Die „Syndikalistische Arbeiterföderation" - SAF
- Die Holzarbeiter
- Die Zimmerer
- Die Isolierer
- Die Steinholzleger
- Die Bauarbeiter
- Die Fliesenleger
- Die Metallarbeiter
IV. Die Arbeitsbörsen der FAUD
- Die Süddeutsche Agitationskommission (SAK)
- Die Arbeitsbörse München
- Die Kreisarbeitsbörse (KAB)
- Die Landesarbeitsbörse (LAB)
V. Bewegung außerhalb der Betriebe
- Die Anti-Alkohol-Kampagne
- Die umkämpfte Freidenkerbewegung
- Die Syndikalistisch-Anarchistische Jugend Deutschlands (SAJD)
- Der Syndikalistische Frauenbund (SFB)
- Die Freien Sänger
- Der Verein für Sexualhygiene und Lebensreform (VSL)
- Der Reichsverband für Geburtenregelung und Sexualhygiene (RV)
- Internationaler Bund der Opfer des Krieges und der Arbeit (IBOKA)
- Das Gustav Landauer-Denkmal
- Der „Anarchistische Verein" München
- Die kommunistische Arbeiter Partei Deutschlands (KAPD)/Allgemeine Arbeiter Union (AAU)
- Stellung der FAUD und SAJD zur Roten Hilfe
- Repression
VI. Syndikalismus außerhalb Münchens
- Augsburg
- Dachau
- Erding
- Moosburg
- Ostschwaben
- Trostberg
Vll.Portraits
- Benno Scharmanski
- HelmutRüdiger
VIII. Kernergebnisse
- Die soziologische Zusammensetzung der FAUD in Südbayern
- Zusammenfassung
IX. Anhang
- Nachwort von Günther Gerstenberg
- FAUD im Überblick
- Gustav Landauer - Nachrufe und Vermächtnis
- Organisationsstatut der FAUD (A.-S.)
- Die Aufgaben des Frauenbundes
- Organisatorische Leitsätze der SAJD
- Quellen- und Literaturverzeichnis
- Abkürzungsverzeichnis
- Abbildungsverzeichnis
- Index