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Das Westportal der Heiliggeistkirche in Landshut

Titel Das Westportal der Heiliggeistkirche in Landshut
Autor Emmerling Erwin Knipping Detlev Nichoff Franz 
Verlag Edition Lipp
Erscheinung 2000
Seiten 292
ISBN 3874907163
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Kategorie Geschichte 
Serie Arbeitshefte des Bayerischen Landesamtes für Denkmalpflege
Suchbegriff Landshut 
Ort Landshut 
Regierungsbezirk Oberbayern

Vorwort

Die ehemalige Residenzstadt Landshut besitzt in Süddeutschland den reichsten Bestand an spätgotischen Portalen, darunter das Westportal der Heiliggeistkirche aus der Zeit um 1462 mit einem umfangreichen Bildprogramm zum Thema des Weltgerichts. Mit dem Bau der Kirche des Heiliggeistspitals hatte man im Jahre 1407 den in Landshut ansässigen Hans von Burghausen beauftragt. Er gehört zu den innovativsten Baumeistern seiner Zeit; zu seinen Arbeiten zählt neben der Martinskirche in Landshut auch der berühmte Chor der Franziskanerkirche in Salzburg. Die Vollendung der Heiliggeistkirche im Jahre 1461 konnte Hans von Burghausen jedoch nicht mehr erleben: Als er 1432 starb, sollte Hans Stetheimer sein Werk fortführen.

Mit der Restaurierung des Westportals ist die Gesamtinstandsetzung einer der bedeutendsten Backsteinkirchen des 15. Jahrhunderts zum Abschluß kommen. Angesichts der Setzungen des Mauerwerks und gravierender Rißbildungen an den Jochbögen und Außenwänden infolge der Grundwasserabsenkung in Landshut bestand im Jahr 1993 dringender Handlungsbedarf. Nachdem das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege bereits durch die Restaurierung des Südportals des Augsburger Doms (1978-1983, vgl. Band 23 der Arbeitshefte) und die vorbereitenden Untersuchungen zur Restaurierung des Fürstenportals des Bamberger Doms, des Hauptportals des Regensburger Doms wie der dortigen Schottenkirche vielfältige Erfahrungen bei der Steinkonservierung mittelalterlicher Figurenportale sammeln konnte, stand beim Westportal der Heiliggeistkirche vor allem die Erforschung und Konservierung der Farbfassungen im Vordergrund.