Lebzelten, Wachsstöcke, Votivgaben - Hipp Hans
 

Publikationen zu München

Lebzelten, Wachsstöcke, Votivgaben

Handwerk und Brauch

Titel Lebzelten, Wachsstöcke, Votivgaben
Untertitel Handwerk und Brauch
Autor Hipp Hans
Verlag W. Ludwig Verlag
Buchart Gebundene Ausgabe
Erscheinung 1986
Seiten 104
ISBN/B3Kat 3778732323
Kategorie Brauchtum 
Suchbegriff Lebzelten Wachsstöcke Votivgaben 
Kurze Geschichte des Lebzelteranwesens
Schon 1587 ist im oberbayerischen Pfaffenhofen an der Um ein Lebzelter nachgewiesen, als der Rat der Stadt drei Männer zu je 2 Gulden Buße verurteilte, weil sie „trotz Verbot den Met von München allher geführt und ausgeschenkt und dadurch des Lebzelters Handwerk geschädigt haben."
Durch diese Niederschrift ist anzunehmen, daß in unserem Geschäft schon 1587 ein Lebzelter ansässig war.

Die erstmalige urkundliche Erwähnung meines Elternhauses erfolgte erst mit der Einführung des Grundbuches im Jahre 1610. Laut Eintrag im Grundbuch kaufte am 17. November 1610 Thomas Riederauer von Riede-rau bei Dießen das Lebzelteranwesen. Am 6. Mai 1643 bekam es sein Sohn, der Lebzelter Franz Riederauer, überschrieben. Sein Nachfahre Ignaz Riederauer wurde 1707 in der Bürgerliste erwähnt. 1730 besaß Andre Hutterer vom Äußeren Rat das Anwesen. Dessen Witwe Maria Eva verkaufte es im November 1754 samt Lebzeltergerechtigkeit mit allem Mobiliar und Grundbesitz um 8500 Gulden und 50 Gulden Leykauf an den Lebzelter Franz Xaver Lidl. Doch schon 1776 verkaufte die Stadt wegen Überschuldung das Vermögen des Lebzelters Lidl, der offensichtlich schlecht gewirtschaftet hatte, an dessen Kinder Elisabeth, Barbara und Franz Xaver für 3020 Gulden.