Publikationen zu München

Kirchen der Pfarrei Ottendichl

Pfarrkirche St. Martin in Ottendichl, Kath. Kirche Mariä Himmelfahrt Salmdorf

Titel Kirchen der Pfarrei Ottendichl
Untertitel Pfarrkirche St. Martin in Ottendichl, Kath. Kirche Mariä Himmelfahrt Salmdorf
Autor Altmann Lothar 
Verlag Kunstverlag Josef Fink
Erscheinung 2005
Seiten 33
ISBN 3898702391
Umgebungssuche Finde Bücher aus der Umgebung
Ort Salmdorf Ottendichl 
Regierungsbezirk Oberbayern

Pfarrkirche St. Martin in Ottendichl

Die Gestalt der Kirche

Da die von einem Friedhof umgebene Martinskirche wie üblich nach Osten, zum Aufgang der Leben spendenden Sonne und zur irdischen Wirkungsstätte Christi, also auf das Heil der Welt hin ausgerichtet ist, wendet sie sich mit ihrem spätgotischen Chor der Feldkirchener Straße, der Hauptstraße Ottendichls, zu. Die Ecken des fünfseitigen Chors sind durch Strebepfeiler, die sich oben teleskopartig verjüngen, verstärkt, um den Schub des Gewölbes abzufangen. Südlich ragt der ebenfalls aus der Zeit um 1475 stammende Sattelturm bis zu einer Höhe von fast 23 m auf. Eigentümlich sind die gezackten Bögen der Blendarkadenfelder. Das Doppelkreuz auf dem First, in der Regel ein auf die Wetterpatrone Johannes und Paulus bezogenes Schutzzeichen gegen Blitzschlag, weist hier möglicherweise auch darauf hin, dass sich ein (1729 auf Echtheit überprüftes) Kreuzpartikel im Besitz der Pfarrkirche befand. Das Geläut im Turm besteht aus der Eucharistiaglocke (Ton gis) und der Marienglocke (Ton h), beide vom Erdinger Glockengießer Karl Czudnochowsky 1960, sowie der dem hl. Josef geweihten Sterbeglocke (Ton eis") aus der Gießerei Gebr. Ulrich in Apolda/Thüringen 1935. Seit 1901 bildet zum Turm der zweistöckige Sakristeianbau Joseph Berlingers an der Nordseite des Chors ein gewisses Gegengewicht. Nach Westen erstreckt sich das barocke Langhaus von 1697 in drei Fensterachsen. Die „KrumperFenster", so genannt, weil der Münchner Hofbaumeister (und Bildhauer) Hans Krumper als Erfinder dieses unten wie oben bogig geschlossenen Fenstertypus gilt, hat der aus Gotzing bei Weyarn gebürtige Maurermeister Wolf Trost aus seiner Wahlheimat Markt Schwaben übernommen, wo sie Jörg Zwerger gut 25 Jahre zuvor beim Neubau der Pfarrkirche eingeführt hatte.