Gewalt und Erinnerung im ländlichen Raum
Die deutsche Bevölkerung und die Todesmärsche
Leitfaden:
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Die Todesmärsche aus den Konzentrationslagern kurz vor dem Ende des Zweiten Weltkriegs waren das letzte nationalsozialistische Gesellschaftsverbrechen. Martin Clemens Winter stellt die Rolle der deutschen Bevölkerung bei den Räumungstransporten in den Mittelpunkt seiner Studie, die sich auf zahlreiche neu erschloSSene Quellen aus internationalen Archiven stützt. Dabei untersucht er nicht nur den ländlichen Raum, die maßgeblichen Akteure und typische Situationen während der Todesmärsche, sondern auch die Nachgeschichte dieser MaSSenverbrechen vor der Haustür: die juristische Ahndung durch alliierte und deutsche Behörden, die Suche nach den Opfern sowie Formen der Erinnerung in der DDR und in der Bundesrepublik.
- Handlung
- Raum
- Dorf und ländlicher Raum im Nationalsozialismus
- Quartiere, Haftstätten, Verstecke
- Mordstätten
- Graborte
- Resümee: Gewaltraum Dorf
- Akteure
- Frauen und Männer: Todesmärsche und Geschlecht
- Gerüchte, Befehle und Reaktionen
- Einheimische Akteurinnen
- Weibliche Opfer der Todesmärsche
- Verwaltung und Partei
- Organisatoren und Verwalter: Die Bürgermeister
- Macher: Ortsgruppenleiter der NSDAP
- Ordnungsmacht: Polizei und Gendarmerie
- HandlungSSpielräume von Polizisten und Gendarmen
- Polizeieinheiten als Ersatzbewachung
- Die Jungen und die Alten: Hitler-Jugend und SSturm" href="suchen.php?suchen=VolkSSturm">VolkSSturm
- Junge Veteranen und adoleszente Abenteurer
- Faktotum: Der SSturm" href="suchen.php?suchen=VolkSSturm">VolkSSturm
- Resümee: HJ und SSturm" href="suchen.php?suchen=VolkSSturm">VolkSSturm im Umfeld der Todesmärsche
- Seelsorger und Chronisten: Dorfpfarrer
- Situationen
- Teilnehmende Beobachtung
- Dokumentation
- Hilfeleistung
- Denunziation
- Gestrandete Züge
- Befreiung
- Fazit: Das letzte NS - Gesellschaftsverbrechen
- Ahndung
- US-amerikanische Ermittlungen und ProzeSSe
- Das US-amerikanische War Crimes Program
- Die Ermittler und ihr Vorgehen
- Zeugen und Täter
- Die Todesmärsche in den SSe" href="suchen.php?suchen=Dachauer+ProzeSSe">Dachauer ProzeSSen
- Exkurs: Ermittlungen und ProzeSSe der sowjetischen Militärjustiz
- Suche nach den Opfern: „Death March Programming" in der US-Zone
- Organisation der Suchbüros
- Fragebögen und ihre Auswertung
- Antworten zu Opfern und Augenzeugen
- Auswertung durch die Suchdienste
- Exkurs: Opfersuche in der Sowjetischen Besatzungszone
- Resümee
- Ermittlungen und ProzeSSe deutscher Behörden
- Rechtliche Rahmenbedingungen und Quellenlage
- Ermittlungen und ProzeSSe in der SBZ/DDR
- Ermittlungen in der SBZ: Beispiel Sachsen
- Ermittlungen der politischen Polizei K 5
- Transitional Justice: ProzeSSe in der SBZ 1946-1948
- Ermittlungen des MfS: Beispiel Herzsprung
- Ermittlungen und ProzeSSe in der Bundesrepublik
- SS-Männer vor Gericht: Beispiel Brunsbüttelkoog
- Strafverfolgung auf dem Land: Beispiel Bayern
- Deutsch-deutsche Ermittlungen: Zentrale Stellen und das MfS
- Aushandlungen: Todesmärsche vor Gericht
- Raum: Strafverfahren im Dorf
- Akteure: Täterbilder, Alter und Geschlecht
- Situation: Befehlsnotstand und MaSSenpsychose
- Fazit: Die Ahndung von Todesmarschverbrechen nach 1945
- Erinnerung
- Der Umgang mit den Toten
- Umbettungen in Bayern
- Konfrontationen I: Befreier und Bevölkerung
- Umbettungen in Sachsen
- Konfrontationen II: Überlebende und Einheimische
- Kampf um die Denkmäler
- „Denkmalinflation" und Verwahrlosung in der SBZ/DDR
- MiSSliebige Erinnerungszeichen: KZ-Gräber in Bayern
- Räumliche Zentralisierung und ideologische Engführung ab 1950
- Die Todesmärsche im Geschichtsbild der SED 1950-1980
- Die Todesmärsche in der Erinnerungskultur der 1980er-Jahre
- „Junge Historiker11 und Geschichtswerkstätten
- Denkmäler an Routen der Todesmärsche
- Neue Perspektiven nach 1990
- Neue und alte Denkmäler
- Die Ära der Augenzeugen
- Fazit und Ausblick: Todesmärsche erinnern
- SchluSSbetrachtung
- Dank
- Abkürzungen
- Quellen- und Literaturverzeichnis
- Ortsregister