Die Stadt ohne: Juden Ausländer Muslime Flüchtlinge
Bibliografische Angaben
| Verlag | Hirmer |
|---|---|
| Jahr | 2019 |
| Seiten | 232 |
| ISBN | 3777433373 / 9783777433370 |
| Suchbegriffe | Juden Ausländer Muslime Flüchtlinge Judenausweisungen Schoa Islamfeindlichkeit Islam |
| Personen | Haas Robert, Bettauer Hugo, |
Inhalt
Die Stadt ohne diskutiert die Dynamiken, die von der Polarisierung der Gesellschaft zum Ausschluss einzelner Gruppen führen. Der Titel nimmt Bezug auf den satirischen Roman "Die Stadt ohne Juden" von 1922 über die Vertreibung der Juden aus Wien. Die Beiträge reflektieren die Vergangenheit und setzen sie in Bezug zu aktuellen Entwicklungen.1922 entwarf Hugo Bettauer in seinem satirischen Roman Die Stadt ohne Juden das Szenario einer vollständigen Vertreibung der Juden aus Wien. Das Buch und dessen Verfilmung von 1924 sind Zeugnisse einer frühen kritischen Beschäftigung mit dem zeitgenössischen Antisemitismus. Ausgehend davon zeigt Die Stadt ohne anhand historischer und aktueller Beispiele, wie eine zunehmende Spaltung der Gesellschaft zum Ausschluss einzelner Gruppen führen kann. Der Katalog erscheint zur gleichnamigen Ausstellung des NS-Dokumentationszentrums München und des Jüdischen Museums Augsburg Schwaben, ergänzt durch historische Essays und Reflexionen über die Gegenwart.
Inhaltsverzeichnis
-
Wenn die Stadt leer und still wird – Ausgrenzung damals und heute
Mirjam Zadoff -
Die Stadt ohne. Juden Ausländer Muslime Flüchtlinge
Andreas Brunner, Barbara Staudinger, Hannes Sulzenbacher -
Die Stadt ohne Juden
Uffa Jensen -
Die Stadt ohne Juden. Produktion – Rezeption – Überlieferung
Armin Loacker -
„Räume ohne“ – Wohnungsdokumentationen von Robert Haas
Gerhard Milchram, Dietmar Süß -
Wenn ein großer Fotograf schlechte Fotos macht: Robert Haas im Exil
Leora Ausländer -
Wien, Berlin, München: Judenausweisungen in den 1920ern
Michael Brenner -
Spontaner Gesichtsverlust: Knirschen im Eis
Julya Rabinowich -
Die Stadt ohne wen?
Polarisierung
Sündenböcke
Empathieverlus
Brutalisierung
Ausschluss, -
Antisemitismus im deutschprachigen Raum 1918 - 1938
Uffa Jensen -
„Kunst fällt unter Schädlingsbekämpfung“
Ausschluss der Juden aus der Kunst und Markierung der Kunst als "jüdisch"
Sabine Brantl -
Der Albtraum einer „homogenen“ Gesellschaft
Dietmar Süß -
Die Schoa in München
Maximilian Strnad -
"...und wir zuhause sind, wo es auch sei".
Heimatverlust in der deutschsprachigen Exilliteratur
Bettina Bannasch -
München – Stadt ohne Juden?
Bernhard Purin -
Nachkrieg - Ablehnung der "Displaced Persons"
Andreas Heusler -
Die Stadt ohne als Fiktion
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Der Mord an Hugo Bettauer
-
Die Stadt wird judenfrei
- Gesichtslos. Kontinuitäten antiziganistischer Wahrnehmungsmuster
Frank Reuter
- Neuer Antisemitismus.
Die Verschärfung einer Debatte
Doron Rabinovici, Natan Sznaider
- Fantasie-Ausländer, Ausländer-Fantasien — über Migrantinnen und Migranten als Projektion der öffentlichen Wahrnehmung
Sonja Zekri
- Das kurze Glück des Mesut Özil
Stefanie Schüler-Springorum
- Islamfeindlichkeit:
Die Angst vor „dem Islam“ und welche Auswirkungen sie hat
Nermin Ismail
- Stadt ist/ohne Migration:
Künstlerische Interventionen und (un)sichtbare Stadtgeschichten
Burcu Dogramaci
- Städte ohne Juden, ein Land ohne Türken – der Terrortraum des Nationalsozialistischen Untergrunds
Tanjev Schultz
- „Ausländer raus!“
- Ästhetische Praxis im öffentlichen Raum.
Warum Christoph Schlingensiefs Aktionskunst heute wahrscheinlich keine Chance mehr hätte
Carl Hegemann
- Autorinnen und Autoren
Herausgeberinnen und Herausgeber
Dank
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