Gräber in München
 

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Franz Gruithuisen

geboren 19.3.1774 (Burg Haltenberg)
gestorben 21.3.1852 (München)
Beruf Astronom, Naturkundler, Wissenschaftler
Friedhof Alter Südlicher Friedhof
Straßenbenennung Gruithuisenstraße *1947 [23. Allach-Untermenzing - Industriebezirk]
Lage 04-02-47 HU
Wikipedia Franz_von_Paula_Gruithuisen
Die Grabstätte ist als Städtisches Ehrengrab eingetragen
Franz Gruithuisen wurde 78 Jahre alt.
Nach Franz Gruithuisen wurde die Straße Gruithuisenstraße benannt.

Franz von Paula Gruithuisen war ein deutscher Arzt und Astronom. Franz von Paula ist sein Vorname, Gruithuisen der Familienname.

Gruithuisens Vater Petrus van de Gruithuijzen (1732–1793) kam aus Woensel in Noord-Brabant und war Falkner und Aufseher von Haltenberg. Die Mutter war Rosina Maria geb. Lederer († 1798) aus Aichach.

1780 besuchte Gruithuisen das Gymnasium in Landsberg am Lech. Nach einer Ausbildung als Bader in Kaufering und/oder Landsberg wurde er Gehilfe eines Feldchirurgen in der Kaiserlichen Armee (HRR). Mit ihm zog er in den Russisch-Österreichischen Türkenkrieg. 1792 kam er als Heiduck an den Hof von Karl Theodor (Pfalz und Bayern). 1793 folgte er seinem Vater als Wächter und Verwalter Haltenbergs. 1794 trat er in das Hartschierkorps des Kurfürsten.

Ab 1800 bereitete er sich auf ein Studium an der Universität Landshut vor. Zum Sommersemester 1801 immatrikulierte er sich dort für Philosophie, Naturwissenschaften und Medizin. Am 2. September 1808 promovierte er in Landshut zum Dr. med. An der Landärztlichen Schule in München wurde er im selben Jahr Dozent für Physik, Chemie, Botanik, Zoonomie, Anthropologie, Pathologie, Enzyklopädie und Geschichte der Medizin.

Am 20. Juli 1820 heiratete er Antonie Carolina Neuner (1796–1862) eine Tochter des Pflegers der Herzog-Max-Burg.

Am 9. Februar 1823 wurde er zum Professor für Anatomie und Physiologie an der (Landärztlichen) Chirurgischen Schule in München ernannt. Nachdem er 1825 auf wissenschaftlichen Reisen deutsche und andere europäische Universitäten besucht hatte, berief ihn die Ludwig-Maximilians-Universität München am 20. Mai 1826 als außerordentlichen Professor für Astronomie. Vier Jahre später, am 11. Juni 1830, erhielt er den Lehrstuhl für Astronomie. Dort rückten immer mehr astronomische, geologische und geographische Forschungsthemen in den Vordergrund. Der Mond und seine Krater als Meteoriteneinschläge waren ein wichtiger Forschungsgegenstand.

Sein Nachlass befindet sich in der Bayerischen Staatsbibliothek.

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Franz von Paula Gruithuisen (spr. chreut-heusen) war ein deutscher Astronom und Naturkundler.

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Gruithuisen Franz
Franz Gruithuisen
Bildrechte: anonym, Franz von Paula Gruithuisen, als gemeinfrei gekennzeichnet, Details auf Wikimedia Commons