Gräber in München
 

Münchner Gräber

Ellen Ammann

geboren 07.1870 (Stockholm)
gestorben 07.1932 (München)
Beruf Frauenrechtlerin, Politikerin
Friedhof Alter Südlicher Friedhof
Straßenbenennung Ellen-Ammann-Weg *1957 [20. Hadern - Blumenau]
Lage 32-01-12/13
Wikipedia Ellen_Ammann
Ellen Ammann wurde 62 Jahre alt.
Nach Ellen Ammann wurde die Straße Ellen-Ammann-Weg benannt.

Ellen Aurora Elisabeth Morgenröte Ammann (geborene Sundström; * 1. Juli 1870 in Stockholm; † 23. November 1932 in München) war eine schwedisch-deutsche Politikerin (BVP), Gründerin des katholischen Bayerischen Frauenbundes, Landtagsabgeordnete[1] und kirchliche Aktivistin. Sie war eine Wegbereiterin der modernen Sozialarbeit und hatte wesentlichen Anteil an der Niederschlagung des Hitlerputsches 1923 in München.

Nach Einführung des Frauenwahlrechts im November 1918 wurde Ellen Ammann als eine der ersten Frauen 1919 für die Bayerische Volkspartei in den Bayerischen Landtag gewählt, dem sie bis 1932 angehörte. Sie vertrat im Bayerischen Landtag die Tätigkeitsbereiche Jugendfürsorge, Gesundheitswesen, öffentliche Fürsorge und Wohlfahrtspflege.

Als eine der wenigen Politiker der damaligen Zeit betrachtete sie mit besonderer Sorge die zunehmende „Erstarkung des Nationalsozialismus, dessen Gefahr sie von Anfang an erkannte, richtig einschätzte und frühzeitig genug davor warnte. Sie bemühte sich im Frühjahr 1923 um eine Ausweisung Adolf Hitlers aus Bayern.[2] Sie war wesentlich an der Niederschlagung des Hitlerputsches vom 9. November 1923 beteiligt. Nachdem sie vom geplanten Marsch zur Feldherrnhalle erfahren hatte, versammelte sie alle erreichbaren Regierungsmitglieder in ihrer Schule.“[8] In einer Resolution an das bayerische Volk wurde der Putsch als Staatsverbrechen verurteilt. Ammann sorgte dafür, dass sich gefährdete Personen in Sicherheit bringen konnten und dass Einheiten der Reichswehr nach München verlegt wurden.

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Ammann Ellen
Ellen Ammann
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Ellen Ammann
Bildrechte: © Gerhard Willhalm, Grab - Ellen Ammann, CC BY-NC 4.0