Steinlein - Baukunst
 

Steinlein - Baukunst

Steinlein - Baukunst

Koloriert (Willhalm Gerhard)


Abb. 52: Nordostseite der Neuhauserstraße (beim Karlstor).

Die im Bilde dargestellte Häuserfront stellt die Baustelle des heutigen Kaufhauses „Oberpollinger“ dar; die äußeren Häuser rechts stehen schon auf der Baustelle des „Bürgersaales“.—

Die Neuhauserstraße führt ihren Namen nach der früheren Ortschaft Neuhausen; die Straße wird schon im Jahre 1293 als „Nuinhausergasse“ genannt.95) Die Fluren der Gemeinde Neuhausen reichten etwa bis an den heutigen Bahnhofsplatz heran, so daß das Stadtgebiet an Neuhausen unmittelbar angrenzte. Vor dem Tore befanden sich um diese Zeit ausgedehnte Krautäcker; auf dem Plane von Tobias Volkmer (1613) finden wir etwas weiter draußen einen „Rennweg“, die „Zielstatt“ und des „Herrn Stachelschießen“.

Der Verkehr durch die Neuhauserstraße war ein sehr lebhafter, der durch die Umwallung sehr behindert wurde; deshalb war der Stadtgraben vor dem Neuhausertor der erste Teil des Grabens, der eingefüllt wurde, nachdem Kurfürst Karl Theodor im Jahre 1791 erköärte: „München kann fernerhin keine Festung mehr sein.“ Das Erdreich der Wälle wurde gleich zum Einfüllen des Grabens benützt. Das bisherige Neuhausertor wurde zu Ehren des Kurfürsten in „Karlstor“ umbenannt.

Titel Steinlein - Baukunst
Autor Steinlein Gustav
Ort München
Lat/Lng 0 - 0
Suchbegriff Stadtmodell 
Bildart Zeichnung
Bildgröße 1717px - 1223px
Bild 2021/03/210323_185452

Abb. 52: Nordostseite der Neuhauserstraße (beim Karlstor).

Die im Bilde dargestellte Häuserfront stellt die Baustelle des heutigen Kaufhauses „Oberpollinger“ dar; die äußeren Häuser rechts stehen schon auf der Baustelle des „Bürgersaales“.—

Die Neuhauserstraße führt ihren Namen nach der früheren Ortschaft Neuhausen; die Straße wird schon im Jahre 1293 als „Nuinhausergasse“ genannt.95) Die Fluren der Gemeinde Neuhausen reichten etwa bis an den heutigen Bahnhofsplatz heran, so daß das Stadtgebiet an Neuhausen unmittelbar angrenzte. Vor dem Tore befanden sich um diese Zeit ausgedehnte Krautäcker; auf dem Plane von Tobias Volkmer (1613) finden wir etwas weiter draußen einen „Rennweg“, die „Zielstatt“ und des „Herrn Stachelschießen“.

Der Verkehr durch die Neuhauserstraße war ein sehr lebhafter, der durch die Umwallung sehr behindert wurde; deshalb war der Stadtgraben vor dem Neuhausertor der erste Teil des Grabens, der eingefüllt wurde, nachdem Kurfürst Karl Theodor im Jahre 1791 erköärte: „München kann fernerhin keine Festung mehr sein.“ Das Erdreich der Wälle wurde gleich zum Einfüllen des Grabens benützt. Das bisherige Neuhausertor wurde zu Ehren des Kurfürsten in „Karlstor“ umbenannt.

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