Ausstellungen

Egon Hartmann – Stadtplaner in Ost und West

Der Architekt und Stadtplaner Egon Hartmann (geb. 1919 in Reichenberg/Liberec, Tschechoslowakei, heute Tschechien; gest. 2009 in München) gilt als „Schlüsselperson des Nachkriegsstädtebaus in Deutschland“ (Sophie Wolfrum) – und das sowohl in der DDR als auch in der Bundesrepublik. In Ostberlin gewann er 1951 den ersten Platz für die Planung der Stalinallee – und im Westen 1958 den zweiten Platz beim internationalen Wettbewerb „Hauptstadt Berlin“.

Auch in der Architekturgeschichte der bayerischen Landeshauptstadt spielte er eine wichtige Rolle. Hier war er von 1959 bis 1974 tätig und maßgeblich am ersten Stadtentwicklungsplan für München und Umgebung beteiligt. Daraus ergab sich die Planung für mehrere Entlastungsstädte für die Metropole, von denen letztendlich Neu­perlach realisiert wurde – das größte Städtebauprojekt Westdeutschlands. Egon Hartmann verantwortete die Bauplanung und die Ausführung des ersten Bauabschnitts. Mit dem Endergebnis des neuen Stadtteils war er jedoch nie vollständig einverstanden.

Im Ruhestand widmete er sich der bildenden Kunst und unternahm zahlreiche Reisen. 1980 schuf er zudem den Reichenberger Brunnen in Augsburg, der an bedeutende Persönlichkeiten aus Reichenberg erinnert.

Die Ausstellung zeigt das vielfältige Leben Egon Hartmanns, von seiner Jugend in Böhmen und der Kriegsteilnahme, der Vertreibung und neuen Ansiedlung in Thüringen bis hin zu seinen beruflichen Erfolgen und Rückschlägen, anhand von Texten, Dokumenten, Bildern und persönlichen Gegenständen.


Datum 01.09.2019 - 13.12.2019
Öffnungszeiten 10:00 - 20:00
Veranstalter Haus des Deutschen Ostens
Ort Haus des Deutschen Ostens
Plz / Stadt 81669 München
Öffnungszeiten Montag bis Freitag (werktags) 10 bis 20 Uhr