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Bewegte Zeiten

Der Bildhauer Erasmus Grasser (um 1450–1518)

Wie kein anderer Künstler hat Erasmus Grasser die spätgotische Kunst in München mit seinen extravaganten und raumgreifenden, zugleich einfühlsamen und charaktervollen Skulpturen geprägt. Anlässlich seines 500. Todestages werden nun zum ersten Mal wesentliche Werke seines Schaffens in einer umfangreichen Ausstellung präsentiert.

Um das Jahr 1480 war es ein erster öffentlicher Auftrag, der dem jungen Bildhauer zum Durchbruch verhalf: Bis heute ist Erasmus Grasser durch seine geschnitzten Moriskentänzer berühmt, die einst den Tanzsaal des Alten Rathauses in München schmückten. Die meisten Werke Grassers befinden sich allerdings in kirchlichem Besitz. Durch die Kooperation mit dem Diözesanmuseum Freising können für die Ausstellung auch zahlreiche dieser sakralen Werke entliehen werden. Zu den bedeutendsten Stücken zählen 35 Büsten vom Chorgestühl der Frauenkirche sowie der Heilig-Kreuz-Altar der Wallfahrtskirche in München-Ramersdorf.

Einen weiteren Höhepunkt stellt die Rekonstruktion des Hochaltars aus der Münchner Peterskirche dar. Die erhaltenen Gemälde werden wieder mit der monumentalen Petrusfigur vereint. Zeitgenössische Gemälde, Grafiken, Musikalien und Kostüme ergänzen Grassers epochale Werke und stellen diese in den Kontext der Lebens- und Glaubenswelt um 1500.

Eine Kooperation zwischen dem Bayerischen Nationalmuseum München und dem Diözesanmuseum Freising.

Das Ausstellungsprojekt wurde gefördert von der Kulturstiftung der Länder, der Ernst von Siemens Kunststiftung, der Rudolf-August Oetker Stiftung und Edith-Haberland-Wagner Stiftung.


Datum 19.04.2018 - 29.07.2018
Veranstalter Bayerisches Nationalmuseum
Preis Eintrittspreis
Personen Grasser Erasmus
Öffnungszeiten Dienstag bis Sonntag 10 – 17 Uhr
Donnerstag 10 –    20 Uhr
Montag geschlossen

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