In Fürth fährt seit 1835 zwar die erste deutsche Eisenbahn, doch von der wichtigen Nord-Süd-Strecke ist die Stadt abgeschnitten. Das ändert sich 1876 - und Fürth profitiert danach von der industriellen Revolution wie kaum eine andere bayerische Stadt.
1866 - keine gute Zeit: Bayern verliert an der Seite Österreichs den Krieg gegen Preußen, die Wirtschaft stagniert. Zwar fährt seit 1835 von Nürnberg nach Fürth die erste deutsche Eisenbahn, die Bayerische Ludwigsbahn, doch von der neuen Lebensader, der staatlichen Nord-Süd-Bahn, sind die Fürther abgeschnitten. Ihre Waren müssen sie mühsam in Nürnberg umladen. Die Ludwigsbahn ist eine Privatbahn, und die Planer der 1840 entwickelten staatlichen Eisenbahn denken in größeren Kategorien: Da ist das Einbinden kleinerer Wirtschaftsräume nicht vorgesehen.